Hundefutter mit über 60 Prozent Fleischanteil

Der Hund stammt ja bekanntlich vom Wolf ab und ist demnach ein Fleischfresser. Auch wenn sich mittlerweile unser Haushund sehr deutlich von seinen Vorfahren unterscheidet, ist Protein der wichtigste Nahrungsbestandteil in einer generell ausgewogenen Ernährung. Heutige Alleinfuttermittel unterscheiden sich allerdings sehr deutlich durch die Inhaltsstoffe. Hundehalter sind daher gefordert, denn ein Hundefutter, das nur um die zehn Prozent Fleisch enthält, ist für den Vierbeiner kaum gesund. Gutes und gesundes Hundefutter sollte mindestens 60 Prozent Fleisch enthalten.

Getreide als Füllmaterial

Die moderne Futtermittelindustrie entstand erst nach den Weltkriegen. Fleisch war damals Mangelware. Also musste das wenige Fleisch mit anderen Inhaltsstoffen zu einem Futtermittel für den Hund gestreckt werden. Dafür wurde zumeist Getreide verwendet. Im Gegensatz zu Fleisch ist und war Getreide kostengünstig und in Mengen verfügbar. Noch heute behalten viele Futtermittelhersteller diese Rezepturen bei. Der Hund wird satt, doch die wichtigen Proteine fehlen. Hundefutter mit mindestens 60 Prozent Fleischanteil macht den Hund besser satt. Es wird deutlich weniger Futtermittel benötigt und der Kotabsatz reguliert sich auf ein normales Maß. Getreide ist zwar im Normalfall für den Hund nicht schädlich, kann aber Allergien auslösen. Dazu kommt, dass ein Futter mit zu geringem Eiweißgehalt bei jungen Hunden zu einer Mangelversorgung führt. Junge Hunde benötigen deutlich mehr Eiweiß als ein gesunder erwachsener Hund. Futtersorten mit einem hohen Getreideanteil fördern darüber hinaus Zahnprobleme und Übergewicht.

Eiweiß ist ein wichtiger Baustoff

Eiweiß gilt als Bausubstanz und ist verantwortlich für den Aufbau der verschiedenen Zellen. Der Bedarf an Eiweiß richtet sich nach Alter, Beschäftigung und Haltung des Hundes. Ein ausgewachsener Hund benötigt täglich rund fünf Prozent der Gesamtenergie der Nahrung. Das sind etwa zwei bis zweieinhalb Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem jungen Hund liegt der Minimalbedarf bei bis zu 11,5 Prozent. Er benötigt das Eiweiß für ein gesundes Wachstum. Der Bedarf an Eiweiß steigt bei besonderen Leistungen, bei Krankheit oder Rekonvaleszenz und besonders bei Trächtigkeit und während des Säugens. Eiweiß oder Protein ist aus Aminosäuren aufgebaut. Diese sind für den Hund lebensnotwenig. Sie können nicht vom Hundekörper selbst hergestellt werden. Im Magen-Darm-Trakt werden die Proteine aufgespalten und die Aminosäuren gelangen über die Blutbahn in die Leber, wo daraus Glucose und Harnstoff entstehen.

Protein muss gut verdaulich sein

Doch nicht nur die Menge des aufgenommenen Proteins ist von Bedeutung, sondern auch die Qualität. Wichtig dabei ist eine gute Verwertbarkeit. Haben Knochen einen verwertbaren Eiweißanteil von nur 33 Prozent, so besteht Fleisch aus 98 Prozent verwertbarem Eiweiß. Je hochwertiger das Eiweiß, desto weniger muss davon gefüttert werden. Darüber hinaus belastet hochwertiges Eiweiß den Hundekörper beim Abbau nicht so stark. Muskelfleisch, Innereien und Fisch bestehen aus hochwertigem Eiweiß. Um den Hund also wirklich gesund und ausgewogen ernähren zu können, sollten Hundehalter ganz besonders gut auf die Inhaltsstoffe des Hundefutters achten. Viele Produzenten von Alleinfuttermitteln für Hunde legen heute bereits Wert auf hochwertige Futtersorten. So bringen etwa Landfleisch oder Rinti Sorten mit einem Fleischanteil von über 60 Prozent auf den Markt. Es handelt sich dabei um Nassfuttersorten. Im Bereich Trockenfutter sind die Marken Wolfsblut und Orijen zu erwähnen.