Hundefutter für den Staffordshire Terrier

Ein muskulöser American Staffordshire Terrier © yurkovska

Staffordshire Terrier

Der Staffordshire Terrier, auch American Staffordshire Terrier genannt, ist ein anhänglicher und verspielter Hund. Zumindest sofern er die richtige Erziehung bekommt. Doch Achtung, in Deutschland steht diese Rasse auf der Liste gefährlicher Hunde.

Charakterzüge

  • mutig & aufmerksam
  • lernwillig & lebhaft
  • intelligent & dominant
  • treu & verschmust

Rasse: American Staffordshire Terrier

Herkunft

USA

Lebenserwartung

9 bis 15 Jahre

Größe

43 bis 48 cm

Gewicht

18 bis 30 kg

Diese Hunderasse ist von solider Statur, mittelgroß und hat einen sportlichen, muskulösen Körperbau. Er ist elegant, aber auch zugleich sehr kräftig. Der Schädel dieses Hundes ist breit mit ausgeprägten Wangen und einem mittellangen Fang. Das Fell des Staffordshire Terriers ist kurz, glatt und dicht. Die Farbgebung reicht von einfarbig über mehrfarbig bis hin zu gefleckt.

Der American Staffordshire Terrier ist anhänglich und treu, aufgeweckt und intelligent sowie zugleich mutig und ruhig. Auch wenn er aufgrund seiner Erscheinung eher einschüchternd wirkt, ist dieser Hund verschmust und verspielt. Seine Menschen werden von ihm hingebungsvoll bewacht und wenn es sein muss auch verteidigt.

Aufgrund seiner unerwartet hohen Reizschwelle bleibt der Staffordshire Terrier lange gelassen und ruhig. Doch er verfügt über eine sehr starke Persönlichkeit und ein dominantes Wesen. Dies macht ihn mit anderen Hunden nicht so gut verträglich.

Ein süßer American Staffordshire Terrier Welpe © Laures

Die Geschichte des Staffordshire Terriers

Der Vorfahre des Staffordshire Terrier ist der „Bull and Terrier“. Er wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts in England gezüchtet. Und dies ausschließlich für Hundekämpfe. 1835 wurden Tier- bzw. Hundekämpfe in England unter Strafe gestellt und verboten. Dies führte dazu, dass einige Kampfveranstalter in die USA auswanderten, wo die Kämpfe noch legal waren.

Aus diesem „Bull and Terrier“ entwickelten sich durch Zucht im Laufe der Zeit zwei Rasse-Linien: der American Pitbull Terrier und der American Staffordshire Terrier. Während der Pitbull Terrier weiterhin der Hundekampfszene angehörte, wurde der Staffordshire Terrier zum Familien- und Wachhund.

Haltung und Pflege

Diese Hunderasse bedarf einer ebenso liebevollen wie konsequenten Erziehung. Andernfalls kann es aufgrund der starken Persönlichkeit und des dominanten Wesens des Hundes schnell zu schweren Konflikten kommen.

Wichtig ist zudem, dem stark ausgeprägten Bewegungsdrang des Tiers gerecht zu werden. Dieser Hund möchte körperlich ausgelastet werden und das bis ins hohe Alter hinein. Doch auch die geistige Auslastung darf nicht vernachlässigt werden.

Dringend angeraten ist der Besuch einer Hundeschule, denn diese Rasse ist äußerst intelligent und vor allem in der Hunde-Pubertät wird die Rangordnung fortlaufend infrage gestellt und die Schwächen der Halter*innen ausgenutzt. Nur durch die richtige Erziehung können diese Probleme gemindert werden und der Vierbeiner zu einem friedliebenden und ausgeglichenen Hund werden.

Die Fellpflege dieser Hunderasse benötigt nur wenig Aufwand. Es ist ausreichend, das Fell ab und an durchzubürsten, um anhaftenden Schmutz und lose Haare zu entfernen.

Ansonsten sollte lediglich auf regelmäßige tierärztliche Check-Ups geachtet werden. Nur so können Erkrankungen oder Beschwerden rechtzeitig festgestellt und behandelt werden.

Für wen ist diese Hunderasse geeignet?

Allgemein muss gesagt werden, dass der Staffordshire Terrier ausschließlich für hundeerfahrene Menschen geeignet ist. Es ist von großer Wichtigkeit bei dieser Hunderasse, viel Zeit in eine gute Ausbildung und Erziehung des Hundes zu investieren. Bereits als Welpe muss ihm vermittelt werden, wer den höchsten Rang im Rudel hat.

Den Hundebesitzer*innen muss zudem bewusst sein, dass der American Staffordshire in Deutschland auf der Liste der gefährlichen Hunderassen zu finden ist. Dies kann unschöne Gespräche mit Passanten auf der Straße mit sich bringen und bedarf oft auch eines gesunden Selbstbewusstseins der Hundehalter*innen.

Mögliche Probleme

Was seine Gesundheit betrifft, ist der Staffordshire Terrier erfreulich robust. Lediglich in seltenen Fällen kommt es zu Problemen mit den Knien (Ellbogendysplasie) oder der Hüfte (Hüftgelenksdysplasie). Auch weist diese Rasse in wenigen Fällen eine angeborene Herzschwäche auf.

Fütterung des Staffordshire Terriers

Das wichtigste für einen gesunden Hund ist die richtige Ernährung. So auch beim Staffordshire Terrier. Ein besonderes Augenmerk sollte hier auf Fleisch gelegt werden. Denn dieses ist die wichtigste Proteinquelle für den Vierbeiner. Ein hoher Fleischanteil im Futter ist aus diesem Grund sehr zu empfehlen. Doch nicht nur der hohe Anteil ist von Bedeutung, sondern auch Herkunft und Qualität des Fleisches und aller weiterer Zutaten.

Auch Gemüse und Obst gehören mit auf den Hunde-Speiseplan sowie Ballaststoffe und qualitativ hochwertige Fette. Beide liefern wertvolle Nährstoffe und Vitamine, die der Hund für ein langes und gesundes Leben benötigt. Unmengen an Getreide, Konservierungsstoffe, Süßungsmittel, chemische Produkte sowie weitere Zusatzstoffe sollten im Hundefutter auf keinen Fall enthalten sein. Optimal für die Ernährung des Staffordshire Terriers ist somit ein absolut naturbelassenes und getreidefreies Futter mit sehr hohem Fleischanteil. 

Die Portionen sollten bei jungen Hunden auf vier Mahlzeiten täglich verteilt werden. Erwachsene Hunde erhalten täglich zwei Mahlzeiten. Achten Sie zusätzlich bitte darauf, dass Ihrem Tier immer ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung steht.

Welches Futter für den Staffordshire Terrier?

Als zertifizierte Ernährungsberater*innen befassen wir uns hier auf 1a-hundefutter.de jeden Tag mit einer artgerechten Hundeernährung. Wir geben Ihnen nachfolgend ein paar Tipps aus dem Alltag der Hundeernährung des Staffordshire Terrier.

Überall ist zu lesen, das Fleisch der wichtigste Bestandteil in einem guten und hochwertigen Hundefutter ist. Das liegt daran, dass tierisches Eiweiß hauptsächlich in Fleisch enthalten ist und dieser als Baustoff des Lebens gilt. Wir wollen Ihnen nachfolgend ein wenig mehr über Eiweiß, auch Protein genannt, berichten und erklären, warum dieses überlebensnotwendig für Ihren Hund ist. Da leicht verdauliche, tierische Eiweiße eben vorwiegend in Fleisch enthalten sind, sollte der Fleischanteil im Hundefutter Ihres Staffordshire Terrier bei mindestens 70 Prozent liegen. 

Eiweiß besteht aus verschiedenen Aminosäuren und ist bei jedem Zellaufbau und Zellabbau beteiligt. Einige Aminosäuren können selber vom Körper hergestellt werden. Andere, die sogenannten essenziellen Aminosäuren, müssen von außen, also durch die Fütterung, zugeführt werden. Diese gelten als überlebensnotwendig - nicht nur für den Hund, sondern für alle Säugetiere.

Je nach Lebensabschnitt unterscheidet sich der Bedarf an Eiweiß. Junge Staffordshire Terrier und Welpen benötigen deutlich mehr Proteine, denn ihr Wachstum muss noch gefördert werden. Anderenfalls kann ein Mangel an Eiweiß zu Wachstumsstörungen führen. Auch verletzte oder kranke Hunde haben einen höheren Bedarf an Eiweiß. Bei älteren Hunden hingegen sollte die Menge an Eiweiß reduziert werden. Eine Folge könnten sonst Schäden an der Niere sein.

Hinweis zur Fütterung eines Staffordshire Terrier Welpen: zwar ist es entscheidend, dass Welpen ausreichend Proteine erhalten, es kommt jedoch nicht nur auf die Quantität, sondern auch auf die Qualität der Proteine an. Enthält ein Futter viele leicht verdauliche tierische Proteine, so stellt es eine gesunde Basis für ein schonendes Wachstum dar. Viele Welpenfutter, meist in Trockenform, enthalten jedoch Unmengen an pflanzlichen Proteinen. Gewonnen aus beispielsweise Getreide. Diese gehen zeitgleich ins Gewicht, die Knochen und Gelenke kommen mit der schnellen Gewichtszunahme nicht zurecht. Die Folge: der Welpe wächst zu schnell auf und spätestens im Alter entstehen Gelenkprobleme, welche auf eine falsche Welpenfütterung zurückzuführen sind. Achten Sie daher nicht nur auf die erhöhte Proteinzufuhr, sondern auch auf die richtigen Zutaten.

Des Weiteren kann sich ein Eiweißmangel bemerkbar machen, wenn Ihr Staffordshire Terrier zu Fell- und Hautproblemen, Anfälligkeiten für Infektionserkrankungen oder Durchfall neigt. Außerdem könnte ein Mangel vorliegen, wenn Ihr Hund träge wirkt oder an Leistung abnimmt. 

Damit es nicht zu Erkrankungen, körperlichen Einschränkungen oder Organschäden wie diesen kommt, ist es wichtig, dass der Eiweißanteil im Hundefutter auf das Alter, den körperlichen Zustand und die individuellen Lebensumstände angepasst wird. Ein ausgewachsener Hund mit normaler Aktivität benötigt täglich ca. 2 bis 2,5 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Bei jungen Tieren erhöht sich die Menge um etwa 11,5 Prozent. Aber auch hier gilt: jeder Hund ist und isst verschieden.

Als weiterer Punkt spielt die Qualität eine wichtige Rolle. Hochwertige Eiweißlieferanten könnten sein: Muskelfleisch, Innereien, Fisch, Hüttenkäse, Quark oder auch teilweise Obst und Gemüse. Da Hunde auch unter einer Laktoseintoleranz leiden können, sollten Milchprodukte nur mit Bedacht gefüttert werden.

Gestalten Sie die Ernährung Ihres Staffordshire Terrier in jedem Fall abwechslungsreich und ausgewogen. Wie oben bereits genannt, kommt es hier auf die richtige Menge an Fleisch bzw. Eiweiß an, jedoch auch auf eine gute Qualität der Zutaten. Dadurch kann ihr Hund sich mit Freude bewegen und sich optimal entwickeln. Nutzen Sie unsere vielen Hundefutter Tests und Ratgeber, um das passende Futter für Ihren Staffordshire Terrier zu finden.

Unsere Einschätzung von 1a-hundefutter.de

Der Staffordshire Terrier eignet sich aufgrund seiner starken Persönlichkeit und seines gerne auch dominanten Wesens ausschließlich für Menschen mit Hundeerfahrung. Besonderen Wert muss bei dieser Hunderasse auf eine liebevolle, jedoch auch sehr konsequente Erziehung gelegt werden, um Rangstreitigkeiten und andere Probleme zu vermeiden.

Dieser Hund ist ruhig, ausgeglichen und verfügt über eine hohe Reizschwelle. Doch die starke Persönlichkeit des Vierbeiners und sein ausgeprägter Beschützerinstinkt lassen ihn auch schnell in den Verteidigungsmodus schalten. Zumindest dann, wenn ihm nicht von klein auf beigebracht wurde, wann dieses Verhalten angebracht ist und wann nicht. Den Platz auf der Liste gefährlicher Hunde hat der Staffordshire Terrier zurecht, wenngleich es nicht bedeutet, dass jeder dieser Artgenossen zu aggressivem Verhalten neigt.

Diese Hunderasse erfreut sich einer sehr robusten, guten Gesundheit. Nur in wenigen Fällen neigt der Staffordshire Terrier zu Hüft- und Knieproblemen. Selten liegt eine angeborene Herzschwäche vor.

Damit der Vierbeiner stets bei bester Gesundheit bleibt, ist die für ihn optimale Ernährung wichtig. Gesund und ausgewogen, mit hohem Fleischanteil sowie mit Gemüse und Obst. Und definitiv ohne Gluten, Süßungsmittel und andere schädliche Zusätze.

Die optimale Pflege des Staffordshire Terriers beinhaltet nicht nur das Bürsten des Fells, sondern auch regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen sowie die Befriedigung des ausgeprägten Bewegungsdrangs des Hundes. Auch die geistige Beschäftigung darf bei dieser Hunderasse keinesfalls vergessen werden.

Hundefutter für den Staffordshire Terrier

Ein gesundes und vitales Hundefutter für den Staffordshire Terrier zu finden ist leichter als gedacht. Zwar scheiden sich die Meinungen hinsichtlich einer artgerechten Fütterung, wir empfehlen jedoch: naturbelassene Zutaten wie Fleisch, Obst und Gemüse.

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