Frostfleisch für Hunde

Barf ist ein Schlagwort, das in den letzten Jahren immer häufiger zu hören ist. Gemeint ist damit die Rohfütterung des Hundes. Immer mehr Hundebesitzer orientieren sich an den Fressgewohnheiten des Wolfes und versorgen ihre Lieblinge mit rohem Fleisch, Innereien, Gemüse, Obst und Knochen.

Barfen bringt zahlreiche Vorteile mit sich, hat aber auch seine Nachteile. Einer davon ist, dass es nicht so einfach ist, stets frisches Fleisch oder Innereien zur Verfügung zu haben. Frostfleisch bietet hier die optimale Lösung.

Barfen ist in

Immer mehr Hundebesitzer hinterfragen die Qualität der Fertigfuttermittel und deren Verträglichkeit. Das hat seinen Grund. Leider sind in vielen Alleinfuttermitteln für den Hund künstliche Stoffe oder Abfallprodukte, die dem Hund mehr schaden als gut tun. Viele Futtersorten enthalten darüber hinaus einen geringen Fleischanteil, der durch Getreidezugabe ausgeglichen wird. Die Folge sind Zivilisationserkrankungen beim Hund wie Allergien oder Unverträglichkeiten aber auch Übergewicht.

Die Rohfütterung, kurz BARF genannt, orientiert sich an der ursprünglichen Ernährung des Wolfes, der ja der Vorfahre des Haushundes ist. Als Faustregel beim Barfen gilt: Rund 70 Prozent Fleisch, 20 Prozent Obst und Gemüse und 10 Prozent fleischige Knochen. Als Fleisch gilt Muskelfleisch aber auch Innereien wie Leber, Herz, Lunge, Mägen oder auch Euter.

Frostfleisch macht Barfen bequem

Lange Zeit galt Barfen als teuer und unpraktisch. Heute hat sich das deutlich geändert. Um mit dem Barfen zu beginnen, benötigen Hundebesitzer einen Gefrierschrank, einen Pürierstab oder Mixer, gute Fleischmesser und einen Fleischwolf. Mithilfe dieser Geräte können Fleisch und Innereien entsprechend zerkleinert werden. Obst und Gemüse sollten idealerweise püriert gefüttert werden.

Im Gefrierschrank können die täglichen Futterportionen optimal aufbewahrt werden. Damit Barfer es besonders einfach haben, bieten zahlreiche Firmen heute bereits Frostfleisch an. Dieses Fleisch ist vorab bearbeitet oder gewolft. Zahlreiche unterschiedliche Sorten und Packungsgrößen sind sowohl im Fachhandel als auch in Onlineshops erhältlich. Auch größere Metzgereien haben sich auf den Trend eingestellt und bieten bereits portioniertes Frostfleisch an. Einige liefern das Fleisch sogar bis in den Gefrierschrank, was das Leben der Hundehalter deutlich erleichtert.

Qualität ist wichtig

Wichtig beim Frostfleisch ist ebenso wie beim Frischfleisch die Qualität und die Fleischquelle. Das Fleisch muss von Schlachttieren stammen, deren Fleisch für den menschlichen Verzehr freigegeben wurde. Es muss entsprechenden veterinärmedizinischen Kontrollen unterliegen. Ist das Frostfleisch außergewöhnlich günstig, kann es sich um Fleisch aus Osteuropa handeln, das kaum oder gar nicht kontrolliert wird.

Ideale Fleischsorten sind Rind, Lamm, Wild, Fisch, Geflügel, Ren, Känguru und Strauß. Schweinefleisch darf nicht roh verfüttert werden. Grund dafür ist das Aujeszky-Virus, mit dem es infiziert sein könnte. Dieses Virus löst die gleichnamige und für den Hund tödliche Krankheit aus. Für das Frostfleisch gelten die gleichen Hygienebedingungen wie für frisches Fleisch.

Richtig auftauen

Wird das Fleisch eingekauft oder geliefert, sollte es danach rasch wieder tiefgekühlt werden. Wenn das Fleisch aufgetaut werden soll, muss dies langsam im Kühlschrank geschehen und es darf nie zu lange bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Daneben darf es während des Auftauvorgangs nicht luftdicht abgeschlossen sein. Es könnte sich Botulismustoxin bilden.

Botulismusbakterien zählen zu den tödlichsten Bakterien in der Natur. Große Fleischstücke werden nach dem Auftauen kurz mit kaltem Wasser gewaschen. Bei gewolftem Fleisch ist dies natürlich nicht möglich. Danach sollte es umgehend verfüttert werden. Einmal aufgetautes Fleisch darf nicht mehr eingefroren werden.

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