Laktoseintoleranz bei Hunden

Was bei uns Menschen schon längst keine Seltenheit mehr ist, ist auch im Tierreich vertreten: die Laktoseintoleranz. Tatsächlich können unsere geliebten Vierbeiner auch an einer solchen Intoleranz leiden. Katzen vertragen generell keine Milchprodukte, da ihnen das Verdauungsenzym Laktat fehlt.

Die meisten Hunde k√∂nnen Milch und Milchprodukte durchaus konsumieren, ohne gleich Durchfall oder Bl√§hungen zu bekommen. Doch manche Fellnasen k√∂nnen – auch nach Jahren – pl√∂tzlich eine Laktoseintoleranz entwickeln, genau wie ihre menschlichen Besitzer. H√§ufig sind hier Rassen sogenannter ‚ÄěModehunde‚Äú betroffen. Warum genau, kann die Wissenschaft noch nicht genau erkl√§ren. Die Forscher gehen aber davon aus, dass es bei Rassehunden h√§ufiger zu Inzucht kommt und dadurch die Laktoseintoleranz weiter vererbt wird. Wissenschaftlich bewiesen ist dies jedoch nicht.

Die Muttermilch ist f√ľr Welpen √ľberlebenswichtig / ¬© VGeorgiev – depositphotos.com

Was ist eigentlich eine Laktoseintoleranz?

Bei der Laktose handelt es sich um eine Zuckerart, welche in der Milch vorkommt. Umgangssprachlich wird sie auch als Milchzucker bezeichnet. Bei einer Laktoseintoleranz fehlt Mensch und Hund das Verdauungsenzym Laktat g√§nzlich oder es wird vom K√∂rper nicht ausreichend hergestellt. Somit kann der Milchzucker nicht in seine verwertbaren Bestandteile aufgespalten werden. Eine Laktoseintoleranz ist √ľbrigens keine Allergie, wie h√§ufig f√§lschlicherweise vermutet.

Welche Symptome hat eine Laktosintoleranz beim Hund?

Eigentlich sind die Symptome einer Laktoseintoleranz beim Hund genau die gleichen wie bei einem Menschen. Meist sind es Durchfall oder Blähungen, die die Fellnase quälen. Leider können uns Tiere ja nicht genau mitteilen, was ihnen eigentlich weh tut.

Deswegen tappen viele Hundebesitzer oft lange im Dunkeln, da ein Hund ja durchaus h√§ufiger Verdauungsbeschwerden haben kann, ohne dass man gleich eine Krankheit oder eine Allergie dahinter vermutet. Gerade Hunde, die gerne mal vom Tisch klauen oder auch mal was am Wegesrand ‚Äěmitnehmen‚Äú, k√∂nnen unter einer Laktoseunvertr√§glichkeit leiden.

Weitere Anzeichen einer Laktoseintoleranz können sein: Ausschläge, Haarausfall und häufiges Kratzen. Diese Symptome können aber auch auf eine Allergie (z.B. Getreideallergie) hinweisen, denn viele Hunde können im Laufe der Zeit durchaus eine allergische Reaktion auf  ihr Futter entwickeln. Die Laktoseintoleranz ist aber Рwie eingangs schon erwähnt Рeine Stoffwechselerkrankung. Gerade deswegen ist ein Gang zum Tierarzt unvermeidlich. Nur er kann zuverlässig unterscheiden, unter welcher Krankheit der Vierbeiner leidet.

Von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit können alle Hunde betroffen sein, egal ob Promenadenmischung oder Rassehund und unabhängig vom Alter. Selbst wenn der Hund jahrelang sein Futter gut vertragen hat, können eine Laktoseintoleranz oder auch eine Allergie ganz plötzlich auftreten.

Hund zur Untersuchung beim Tierarzt

Hund zur Untersuchung beim Tierarzt / © Syda_Productions Рdepositphotos.com

Mein Hund hat Symptome einer Laktoseintoleranz, was sollte ich tun?

Falls der Hund die Symptome √ľber einen l√§ngeren Zeitraum zeigen sollte, dann ist ein Tierarztbesuch unumg√§nglich. Der Veterin√§rmediziner wird den Hund zun√§chst gr√ľndlich untersuchen, um auszuschlie√üen, dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt. Danach wird er feststellen, ob der Hund unter einer Allergie – ¬†z.B. gegen Milchproteine – oder unter einer Laktoseintoleranz leidet.

Wird diese diagnostiziert, muss die Ern√§hrung des Vierbeiners umgestellt werden. Normalerweise findet man die Inhaltsstoffe des Futters auf der Verpackung oder der Dose aufgef√ľhrt. Hier sollten alle Sorten gemieden werden, die sehr viel Milchprotein enthalten.

Heutzutage gibt es auf dem Markt sehr viele Futtersorten, die laktosefrei sind. Das gilt im √úbrigen auch f√ľr Leckerlis. Zudem ist ja nicht gesagt, dass der Hund generell kein Futter mehr vertr√§gt, das Milchprotein enth√§lt. Vom Menschen kennt man das auch: manche vertragen Milch im Kaffee, andere wiederum nicht. Das Beste, was man als Hundebesitzer tun kann, ist das Ausschlussprinzip. Ein hochwertiges Nassfutter mit einsichtiger Deklaration kann da bereits helfen.

1 Comment
  1. Unsere Lola leidet ebenfalls unter einer Laktoseintoleranz. Aber sonst verträgt sie alles. Es ist wirklich keine große Schwierigkeit auf Milchproteine in der Hundeernährung zu verzichten. Milch und Milchprodukte haben ohnehin in unseren Augen in einem Hundefutter nichts zu suchen. Und wer zuvor gerne Käse oder körnigen Frischkäse als Snacks gegeben hat, der muss nun auf andere Snacks umsteigen. Aber auch da ist die Auswahl riesig. Also Kopf hoch an alle, deren Hund ebenfalls unter einer Laktoseintoleranz leidet. Es ist weniger schlimm, als es klingt.

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