Futter für Jagdhunde

Hunde benötigen eine ausgewogene Ernährung. Die einzelnen Komponenten wie Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Spurenelemente und Mineralstoffe müssen in richtiger Menge im Futter enthalten sein, damit der Hund gesund und leistungsfähig bleibt. Dabei hat jeder Hund andere Bedürfnisse, die sich nach Rasse, Größe und natürlich Leistung richten. Der kleine Schoßhund, der nur in der Tasche spazieren getragen wird, benötigt kaum energiereiche Nahrung. Sport- oder Arbeitshunde dagegen benötigen deutlich höherwertiges Futter als ein durchschnittlicher Haushund. Eine Herausforderung in puncto Ernährung stellen die Jagdhunde dar.

Jagdhunde müssen Leistung erbringen

Jagdhunde sind während eines Pirschgangs hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Sie stöbern, suchen, apportieren und arbeiten am Bau. Diese Aufgaben erfordern eine gute körperliche Konstitution und hohe Leistungsfähigkeit. Der Hund kann diese Arbeiten aber nur ordnungsgemäß ausführen, wenn seine Nahrung die entsprechende Menge an Energie und Nährstoffen enthält. Der Energiebedarf des Hundes setzt sich aus zwei Teilen zusammen, dem Erhaltungs- und dem Leistungsbedarf. Der Erhaltungsbedarf sichert die Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen. Er richtet sich nach Alter, Größe, Rasse, Temperament und Haltungsbedingungen des Hundes. Der Leistungsbedarf hingegen deckt die Bedürfnisse, die durch zusätzliche Bewegung und Muskelarbeit entstehen. Der Jagdhund legt häufig lange Strecken im Trab oder gar Galopp zurück. Dazu kommt die Belastung durch Wasserarbeit, Stöbern oder Arbeit am Bau. Der Energiebedarf steigt deutlich an.

Proteine und Fett sind wichtig

Proteine sind die Grundlage der Hundeernährung. Die Qualität des Proteins, das im Futter enthalten ist, wird nach der Verdaulichkeit und der Zusammensetzung der Aminosäuren bewertet. Beim Jagdhund ist es von großer Wichtigkeit, dass diese Proteine den körpereigenen Eiweißstoffen bestmöglich entsprechen. Fette haben im Hundekörper drei unterschiedliche Aufgaben. Sie liefern essenzielle Fettsäuren, dienen als Energiequelle und transportieren fettlösliche Vitamine. Fette liefern mehr als die doppelte Energiemenge wie Proteine oder Kohlenhydrate. Fettreiche Futterrationen sind für Jagdhunde daher besonders vor längeren Belastungen ideal um die Energieversorgung zu gewährleisten. Kohlenhydrate sind für Hunde leicht verwertbar jedoch nicht unbedingt notwendig. Jagdhunde, von denen Ausdauerleistungen gefordert werden, sollten kein Futter mit hohem Kohlenhydratanteil erhalten. Zu viele Kohlenhydrate füllen den Magen und schränken die Leistung des Tieres ein. Für Jagdhunde ist also fettreiches Futter ideal.

Fertigfuttermittel sind optimal

Damit der pelzige Jagdgehilfe optimal versorgt ist, bieten einige Futtermittelproduzenten heute bereits spezielle Fertigfuttermittel an, die den Bedürfnissen des Jagdhundes entsprechen. Sie sind praktisch in der Handhabung, günstig und ausgewogen in der Zusammensetzung. Die Marke Josera produziert spezielles Fertigfutter für aktive und sportliche Hunde, wie es Jagdhunde eben sind. Josera High Energy enthält 30 Prozent Protein und 21 Prozent Fett und wurde speziell für ausgewachsene Arbeitshunde entwickelt. Josera SensiAdult ist ideal für den Jagdhund mit empfindlichem Verdauungssystem. Das Trockenfutter enthält 25 Prozent Protein und 19 Prozent Fett. Hubertus Gold entwickelt Trocken- und Feuchtfutter in Premiumqualität, das speziell für Jagdhunde konzipiert ist. Das Unternehmen bietet auch Leckerlis, Öle und Kauprodukte an. Unter dem Namen Natur Vital von Akah produziert Luposan ebenfalls eine Futtersorte für Jagdhunde. Das kalt gepresste Trockenfutter enthält einen Rohproteinanteil von 24 Prozent und einen Rohfettanteil von 9,8 Prozent. Ein Vergleich zahlt sich in jedem Fall aus. Auch die Verträglichkeit für den Hund ist natürlich von großer Bedeutung.

Fütterungszeiten sollten beachtet werden

Wer seinem Hund das Futter lieber selbst zusammenstellt oder ihn roh füttern möchte, muss in jedem Fall den erhöhten Nährstoffbedarf berücksichtigen. Daneben müssen auch Alter, Körpergröße und Leistungsanspruch im Auge behalten werden. Im Normalfall reicht es aus, den Hund einmal täglich zu füttern. Benötigt der Hund durch die starke körperliche Belastung mehr Futter, sollte dieses auf zwei Rationen täglich aufgeteilt werden. Es ist dadurch leichter verdaulich. Der Hund sollte diese Rationen natürlich nie direkt vor der Jagd erhalten. Idealerweise wird der Hund am Abend vor der Jagd und dann erst wieder zwei Stunden nach der körperlichen Belastung gefüttert. Während der Jagd, selbst wenn sie intensiv und langandauernd ist, sollte eine Nahrungszufuhr gemieden werden. Regelmäßig frisches Wasser ist natürlich selbstverständlich.

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