Übergewicht beim Hund: Ursachen und Behandlung

Nicht nur die Menschen in Deutschland haben ein Problem mit Übergewicht. Auch jeder vierte Hund im Land ist viel zu dick. Verwunderlich ist dies wohl kaum. Viel zu oft werden menschliche Angewohnheiten in puncto Ernährung auf die Vierbeiner übertragen. Ungesunde Nahrungsmittel und viel zu viele Nährstoffe zeigen sich als Speckröllchen und schaden der Gesundheit. Dagegen wird die tägliche Bewegung immer weniger. Ein Kreislauf beginnt, dem Hund und Halter oft nur schwer entrinnen können. Irgendwann ist jedoch der Punkt gekommen und es ist soweit – der Hund muss dringend abnehmen.

Übergewicht ist gefährlich

Übergewicht beim Hund begünstigt Herz- und Kreislauferkrankungen. Knochen und Gelenke werden über Gebühr beansprucht. Es droht Arthrose. Hunde mit starkem Übergewicht leiden an Atemnot und können sich nur mit Mühe fortbewegen. Eine gefährliche Folgeerkrankung kann Diabetes sein und auch die Leber leidet unter dem Gewicht. Ob der Hund bereits zu viel Gewicht hat, erkennt man an den Rippen. Sind sie direkt spürbar, ist alles in Ordnung. Sind sie jedoch von einer Fettschicht überzogen oder gar nicht mehr fühlbar, ist eine Abmagerungskur dringend anzuraten. Zu allererst sollte der Vierbeiner vom Tierarzt untersucht werden, um Krankheiten wie eine Unterfunktion der Schilddrüse auszuschließen. Der Tierarzt kann dann auch gemeinsam mit dem Hundehalter eine entsprechende Diät für den Hund ausarbeiten.

Langsam abnehmen

Ziel einer Diät ist es, den Fettgehalt im Körper zu reduzieren, ohne Muskeln oder Organe zu beeinträchtigen. Wie beim Menschen ist auch beim Hund ein langsames Abnehmen zu empfehlen. In acht bis 14 Wochen sollte der Vierbeiner nicht mehr als 15 Prozent seines Gewichtes verlieren. Zuerst muss die tägliche Futtermenge überprüft werden. Häufig sind die Herstellerangaben auf den Futtermittelpackungen viel zu hoch. Wenn hier reduziert werden kann, sollte dies rasch geschehen. Die Futtermenge für einen Tag kann auf mehrere Portionen aufgeteilt werden. So kommt es zu keinem übermäßigen Hungergefühl und der Hund bettelt nicht ununterbrochen. Daneben ist unbedingt darauf zu achten, dass der Vierbeiner nicht laufend zwischendurch nascht. Oft sind es die zusätzlichen Leckerchen, die das Gewicht in die Höhe treiben. Statt Käse und Hundekeksen können Obst oder Gemüse klein geschnitten werden und beim Training oder als Snack gegeben werden. Nicht jeder Hund ist ein Liebhaber von Grünzeug, aber die meisten fressen Karotten, Äpfel oder auch Gurken ganz gerne. Dabei ist unbedingt Gemüse zu bevorzugen, da Obst reichlich Zucker enthält.

Kalorienreduzierte Futtersorten

Vielen Hundehaltern hilft ein Ernährungsplan dabei, das Futter entsprechend zu reduzieren. Dieser Plan kann entweder mit dem Tierarzt oder auch mit einem speziellen Ernährungsberater für Hunde ausgearbeitet werden. Im Handel oder auch beim Tierarzt sind heute auch kalorienreduzierte Futtersorten erhältlich. Light-Futter wird von Marken wie Select Gold, Bosch oder auch Royal Canin angeboten. Diese Sorten sollen den Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen, liefern aber deutlich weniger Kalorien als herkömmliches Futter. Ausreichend Protein sorgt für den optimalen Erhalt der Muskulatur. Im Futterhaus-Blog finden Sie noch weitere Tipps zur Ernährung des Hundes.

Bewegung ist besonders wichtig

Neben der Reduktion der Kalorienzufuhr ist ausreichende Bewegung unbedingt notwendig. Meist sind übergewichtige Hunde sehr träge und schwer zu motivieren. Hier kann der Halter zu Beginn den täglichen Spaziergang verlängern und langsam das Tempo steigern. Ist der Hund wieder etwas beweglicher, kann auf Ballspielen, Discs oder auch die Reizangel umgestiegen werden. In späterer Folge sind auch Sportarten wie Agility oder Flyball ideale Bewegungsmöglichkeiten, um dem Speck den Kampf anzusagen. Dazu muss der Hund allerdings seine Beweglichkeit wieder zurückerobert haben. Hat der Hund sein Idealgewicht wieder ist es in jedem Fall wichtig, nicht wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Den Hund immer nur nach Bedarf füttern, Leckerchen in Maßen reichen und immer viel Bewegung einplanen, dann bleibt Hund fit und gesund.

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