Gelenkprobleme beim Hund: Ursachen und Vorbeugung

Wie auch bei uns Menschen, ermöglichen die Gelenke beim Hund reibungslose Bewegungen, in die der gesamte Bewegungsapparat eingebunden ist. Wenn der Hund plötzlich nicht mehr spazieren gehen möchte, Probleme beim Treppensteigen hat oder seine Bewegungen eher steif wirken, dann besteht die Möglichkeit, dass er an Gelenkproblemen leidet. Leider sind Gelenkserkrankungen beim Hund mittlerweile sehr häufig. Vor allem größere Hunde haben oft Probleme mit den Gelenken. Wenn die Gelenke nicht mehr reibungslos funktionieren und Schmerzen verursachen, führt das generell zu einer verminderten Mobilität und einem Abbau von Muskelmasse. Wir klären, welche Gelenkserkrankungen es gibt, wie man sie anhand der typischen Symptome erkennt und welche Therapien es gibt.

Spazierengehen mit dem Hund

Arten von Gelenkserkrankungen

Zunächst werfen wir einen Blick auf die bekanntesten und am häufigsten verbreiteten Gelenkserkrankungen beim Hund. Gefolgt von den Symptomen und möglichen Therapien.

Arthrose und Arthritis

Zu den häufigsten Gelenkserkrankungen beim Hund zählen Arthrose und Arthritis. Es handelt sich um Erkrankungen mit ganz ähnlichen Symptomen. Während die Arthritis Entzündungen in den Gelenken auslöst, die schubweise auftreten, spricht man von Arthrose, wenn es um den Abbau der Gelenkknorpel geht. Beides sind chronische Erkrankungen, die zur fortschreitenden Zerstörung des Knorpels führen. Dadurch kann das gesamte Gelenk in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die Ursachen für Arthrose beim Hund sind vielfältig. Einerseits führen Fehlbelastungen und Fehlstellungen der Gelenke zu Arthrose. Andererseits können auch schlecht verheilte Verletzungen, Übergewicht und schnelles Wachstum die Gelenkserkrankung auslösen. Da die Erkrankung sehr schleichend verläuft, sind die ersten Symptome der Arthrose beim Hund erst dann bemerkbar, wenn diese bereits weiter fortgeschritten ist.

Spondylose

Von der Spondylose ist die Wirbelsäule des Hundes betroffen. Es handelt sich um eine verschleißbedingte, degenerative Beeinträchtigung der Wirbelsäule. Dabei bilden die Zwischenräume der Wirbelsäule Verknöcherungen aus, die schlussendlich zu einer Versteifung führen. Besonders häufig sind Lendenwirbel aber auch Brustwirbel von Spondylose betroffen. Die Versteifung führt zu einer beträchtlichen Einschränkung der Beweglichkeit des Hundes und kann starke Schmerzen verursachen.

Im schlimmsten Fall zieht eine Spondylose auch noch weitere Beeinträchtigungen der Nervenstränge oder Lähmungserscheinungen und Inkontinenz nach sich. Leider kann Spondylose weder aufgehalten noch geheilt werden. Jedoch kann die Lebensqualität des Hundes durch die Behandlung der Symptome und Linderung der Schmerzen wesentlich verbessert werden.

Ellbogen- und Hüftdysplasie

Unter Dysplasie wird eine Fehlentwicklung von einzelnen Bestandteilen des Gelenkes verstanden. Zu den häufigsten Formen von Dysplasie beim Hund zählt die Ellbogen- und Hüftdysplasie. Bei einer Ellbogendysplasie tritt eine Schädigung des Ellbogens auf. Das bedeutet, dass sich das Gelenk während des Wachstums des Hundes falsch entwickelt. Somit ist das Auftreten von einer Ellbogendysplasie bereits bei Welpen möglich. Dies führt zu einer Art Arthrose, also zur Abnutzung des Knorpels und kann sehr schmerzhaft sein. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser ist die Prognose.

Die Hüftgelenksdysplasie betrifft – wie der Name sagt – die Hüfte des Hundes. Vor allem die Hüftpfanne entwickelt sich bereits in jungen Jahren abnormal. So funktioniert das Zusammenspiel zwischen Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne nicht mehr reibungslos und die Motorik ist eingeschränkt. Sowohl die Ellbogen- als auch die Hüftdysplasie sind Erkrankungen, die nicht selten angeboren und damit erblich bedingt sind. Manche Rassen, wie beispielsweise Schäferhunde sind daher häufiger betroffen.

Osteochondrosis dissecans

Von der Osteochondrosis dissecans – kurz OCD – sind ebenfalls große Hunderassen häufiger betroffen. OCD ist eine degenerative Entwicklungsstörung, bei der die Bildung der Gelenkknorpel eingeschränkt ist. Konkret bedeutet dies, dass diese Verformungen aufweisen und daher nicht mehr ausreichend mit Gelenkflüssigkeit versorgt werden. Dadurch kann sich Knorpelmaterial ablösen und in den Gelenkkapseln festsetzen und verknöchern. Die Folge sind oft Gelenksentzündungen. Die Gründe für das Auftreten von OCD sind bisher noch unerforscht.

Hund zur Untersuchung beim Tierarzt

Ein Tierarzt kann die Diagnose stellen / © Syda_Productions – depositphotos.com

Symptome von Gelenkserkrankungen

Je nach Art der Erkrankung können die Symptome ganz unterschiedlich ausfallen. Als Hundehalter*in ist es daher wichtig, die Bewegungsabläufe des Hundes auch schon in jungen Jahren genau zu beobachten. Denn Gelenkserkrankungen treten nicht nur bei betagten Hunden auf, sondern können sich bereits im Welpenalter zeigen. Doch Symptome von Gelenkserkrankungen erkennt man nicht nur beim Spaziergang, sondern vor allem nach längeren Ruhephasen oder früh morgens. Hat der Hund Probleme mit dem Aufstehen, oder damit sich hinzulegen? Sehen die Bewegungen etwas steif aus oder fällt es ihm schwer in Bewegung zu kommen? Das könnten bereits erste Hinweise auf eine ernstzunehmende Erkrankung sein.

Auch Verhaltensänderungen können ein Anzeichen von Gelenkserkrankungen sein. Ist der Hund ruhiger als sonst? Frisst er nicht mehr gerne? Reagiert er aggressiv, wenn ein gewisses Körperteil berührt wird? Ist er generell aggressiver gegenüber anderen Menschen oder Hunden? Auch wenn Bewegungsfaulheit am Hund beobachtet wird, sollte dies stutzig machen. Freut er sich nicht mehr auf den täglichen Spaziergang oder bummelt er nur noch hinter her? Mag er keine Stufen steigen? Will er nicht mehr ins Auto springen?

Wer sich als aufmerksame*r Hundehalter*in diese Fragen stellt, wird schnell feststellen, ob ein mögliches Problem vorliegt. Denn all dies kann ein Anzeichen dafür sein, dass der Hund bereits Schmerzen hat und die Gelenke erkrankt sind. Dann ist dringend ein Tierarzt aufzusuchen, der den Hund auf Herz und Nieren durchchecken und eine fundierte Diagnose stellen kann. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser kann dem Hund geholfen werden.

Prävention und Behandlung von Gelenkserkrankungen

Damit es erst gar nicht dazu kommt, dass der geliebte Vierbeiner eine Gelenkserkrankung wie Arthrose, Athritis, Ellbogen- und Hüftdysplasie oder Osteochondrosis dissecans entwickelt, ist es wichtig, einige vorbeugende Maßnahmen zu beachten. Zwar sind einige Gelenkserkrankungen erblich bedingt, doch kann eine gesunde Lebensweise einerseits dazu führen, dass diese nicht verstärkt wird, oder den Ausbruch der Erkrankung gänzlich verhindern. Hundehalter*innen sollten daher unbedingt auf die richtige Ernährung ihres Hundes achten und Übergewicht vermeiden. Eventuell ist es auch sinnvoll, Nahrungsergänzungsmittel dem Futter beizumischen. Zudem sollte auf genügend Auslauf und Bewegung geachtet werden.

Nährstoff- und Vitaminzufuhr

Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung gegen Gelenkserkrankung ist eine ausgewogene Ernährung, die auf den jeweiligen Hund angepasst ist. Vor allem bei Welpen und jungen Hunden, die sich noch im Wachstum befinden, spielt eine gesunde Ernährung eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Gesundheit zu erhalten. Hier ist vor allem die Nährstoff- und Vitaminzufuhr entscheidend. Denn gerade wenn sich junge Hunde noch im Wachstum befinden, benötigen sie viel Phosphor und Calcium. Es ist daher darauf zu achten, dass diese Mineralstoffe ausreichend im Futter vorhanden sind und dabei im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Ansonsten kann es im schlimmsten Fall passieren, dass die Knochen weich und instabil werden.

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Auf Energiezufuhr achten

Es kommt nicht nur auf die Qualität des Futters an, sondern auch auf die Energiezufuhr. Denn Welpen, die übermäßig energiereich gefüttert werden, wachsen zu schnell. Vor allem die Knochen des jungen Hundes wachsen sehr schnell, wobei die Bänder und Knorpel das Gewicht nicht mehr ausreichend tragen können. Dadurch können schnell Gelenkschäden entstehen. Als verantwortungsbewusste*r Hundehalter*in sollte man daher bei der Ernährung von Welpen auf eine moderate Energiezufuhr achten. Lesen Sie hierzu gerne unseren Welpenfutter Test.

Übergewicht vermeiden

Übergewicht schadet Hunden genauso wie eine falsche Ernährung. Denn wenn ein Hund zu viel Gewicht mit sich herumträgt, nehmen seine Gelenke auf Dauer Schaden, da sie höheren Belastungen ausgesetzt sind. Es ist daher notwendig, das Gewicht des Hundes regelmäßig zu kontrollieren, damit es zu keinen Fehlhaltungen und chronischen Schmerzen kommt. Einerseits kann ganz klassisch die Waage Auskunft über das aktuelle Gewicht des Hundes geben. Wer seinen Hund gut kennt, findet das Idealgewicht jedoch auch durch Beobachtung und Abtasten heraus.

Wichtig ist es, generell den Kalorienbedarf des Hundes im Auge zu behalten und dem Hund nicht mehr Futter zu geben, als er verbraucht. In die Kalorienzufuhr sollten auch alle Leckerlis zwischendurch miteinbezogen werden. Wer feststellt, dass der Hund an Gewicht zugelegt hat, sollte die Futterrationen entsprechend reduzieren oder auf fettärmere Ernährung achten.

Ausreichende Bewegung

Die Knorpel des Gelenkes können nur durch regelmäßige Be- und Entlastung mit den entsprechenden Nährstoffen versorgt werden. Es ist daher absolut wichtig, dass der Hund regelmäßig Auslauf bekommt und sich bewegt. Nur so können die Gelenke des Hundes gesund erhalten werden. Neben den Gelenken stärkt ausreichende und regelmäßige Bewegung den gesamten Bewegungsapparat inklusive Muskulatur, Sehnen und Bänder. Dabei sollte die Dauer und Art der Bewegung auf den jeweiligen Hund, sein Alter und seine Rasse abgestimmt werden. Denn nicht nur zu wenig, sondern auch zu viel Bewegung kann sich auf die Gelenkgesundheit auswirken. Beispielsweise sollten bei ganz jungen Hunden oder auch betagten Hunden abruptes Stoppen oder das schnelle Mitlaufen neben dem Fahrrad vermieden werden. Lockeres Laufen auf Gras oder Waldboden ist hingegen ideal für jeden Hund. Denn diese Untergründe sind weich und federn und daher ideal für die Gelenke des Hundes geeignet. Auch Schwimmen ist für die Gesundheit von Hunden als ideal zu bezeichnen, da die gesamte Muskulatur gestärkt wird und die Gelenke im Wasser nicht belastet werden.

Bequeme Hundebetten

Auch Hunde liegen gerne bequem. Gut gepolstert, schmerzen die Gelenke weniger und Kälte kann nicht durch den Boden dringen. Doch zu gut meinen sollte man es als Hundehalter mit einem bequemen Hundebettchen auch wieder nicht. Denn wenn der Hund tief in weichen Polstern versinkt, hat er es anschließend umso schwerer, wieder aufzustehen. Wenn der Hund bereits eine Gelenkserkrankung hat, ist man am besten mit orthopädischen Hundebetten beraten. Diese sind zwar gut gepolstert, entlasten jedoch die Gelenke des Hundes.

Nahrungsergänzung und Medikamente

Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel sollen die Bänder, Sehnen und Knorpel des Hundes positiv beeinflussen und stärken. Dazu gehört beispielsweise Kollagen oder das Grünlippmuschelpulver. Wichtig ist jedoch die Dosierung individuell auf das Tier anzupassen. Wenn der Hund schon massive Probleme mit den Gelenken hat, werden Nahrungsergänzungsmitteln oft nicht mehr ausreichen. Ist das Gelenk erst einmal geschädigt, ist dieser Schaden irreparabel und verursacht unter Umständen starke Schmerzen. Der Hund benötigt dann professionelle Therapie bei einem Tierarzt – und das lebenslang. Schmerzmittel können dabei helfen, dass der Hund nach wie vor Freude an der Bewegung und am Leben hat. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Schmerzmittel, die über einen langen Zeitraum dauerhaft eingenommen werden können und dabei die inneren Organe wie Magen, Darm und Nieren kaum angreifen.

Zusammenfassung zu Gelenkserkrankungen beim Hund

Hunde sind immer häufiger von Gelenkserkrankungen betroffen. Zu den häufigsten Gelenkserkrankungen beim Hund zählen Arthrose, Arthritis, Spondylose, Ellbogen- und Hüftdysplasie sowie Osteochondrosis dissecans. Bei Arthrose handelt es sich um eine fortschreitende Zerstörung des Knorpels, während mit Arthritis die Endzündung der Gelenke gemeint ist. Spondylose ist eine verschleißbedingte Verknöcherung der Wirbelsäule des Hundes. Unter Ellbogen- und Hüftdysplasie wird eine erblich bedingte Fehlentwicklung der Hüft- und Ellbogengelenke verstanden. Osteochondrosis dissecans ist hingegen eine degenerative Entwicklungsstörung, bei der es zu Verformungen der Gelenke kommt. Folgende Symptome beim Hund sind typisch für eine Gelenkserkrankung: Der Hund hat nach Ruhephasen Probleme beim Aufstehen, ist steif in seinen Bewegungen oder generell bewegungsfaul. Er verhält sich ruhiger, frisst weniger oder reagiert aggressiv. Die Diagnose sollte im Verdachtsfall von einem Tierarzt gestellt werden. Als vorbeugende Maßnahme können Hundehalter*innen auf eine typgerechte, auf die jeweilige Lebensphase des Tiers abgestimmte, Ernährung achten. Die Energiezufuhr sollte vor allem im Welpenalter nicht zu hoch sein, damit der Hund nicht zu schnell wächst. Entscheidend ist hierbei vor allem die Auswahl der Proteine, welche überwiegend tierischen Ursprungs abstammen sollten.

Auch Übergewicht schadet Hunden, da ein zu hohes Gewicht eine enorme Belastung für die Gelenke darstellt. Daher sollte stets das Gewicht des Hundes kontrolliert werden. Schließlich ist auch ausreichende Bewegung essenziell für die Stärkung von Muskulatur, Bändern und Sehnen. Idealerweise spaziert man mit dem Hund auf Gras- oder Waldböden. Diese Untergründe sind ideal für die Gelenke, da sie weich und federnd sind. Auch schwimmen ist ideal, da Bewegungen im Wasser die Gelenke nicht belasten. Bequem sollte es der Hund auch im Liegen haben. Orthopädische Hundebetten sorgen für eine optimale Entlastung der Gelenke. Bei fortschreitender Erkrankung kann der Tierarzt Schmerzmittel verschreiben, denn schließlich ist die Lebensfreude und Lebensqualität des Hundes das allerwichtigste und sollte so gut wie möglich erhalten werden.

Gesunde Ernährung ist das A&O
Wir von 1a-hundefutter.de können es nicht häufiger betonen, wie wichtig eine gesunde Ernährung für die Gesundheit unserer geliebten Vierbeiner ist. Eine schlanke Figur, eine gesunde Darmflora und ein vitaler Hund sind so ziemlich die beste Vorbeugung gegen sämtliche Krankheiten. Gegen angeborene Krankheiten oder durch Unfälle verursachte Probleme kann auch das beste Futter nicht schützen, es hilft aber auch hier als Unterstützung für ein artgerechtes und glückliches Hundeleben. Beschäftigen Sie sich so früh es geht mit einer gesunden Ernährung für Ihren Hund. Unsere Hundefutter Tests und unser Hundefutter Buch helfen Ihnen dabei, das richtige Futter für Ihre Fellnase zu finden.

Hunde sind Bewegungstiere. Besonders Aktivhunde haben einen speziellen Kröperbau, der darauf ausgelegt ist, lange Strecken zu laufen. Dabei können sie nicht nur hohe Geschwindigkeiten erreichen, sondern auch springen oder schnelle Wendungen absolvieren. Gelenke, Muskeln und Knochen spielen dafür perfekt zusammen.

Wenn ein Hund unter Erkrankungen des Bewegungsapparates leidet, bedeutet dies für ihn eine ziemliche Einschränkung. Eine unschöne Einschränkung, da diese mit dem Verlust von einiger Lebensfreude verbunden ist. Gegen Gelenkbeschwerden, Arthritis oder Alterserscheinungen sowie dem voranschreitenden Verschleiß gibt es aber einige Mittel, die dem Hund helfen können.

Ursachen für Gelenkprobleme beim Hund

Oft kommen bei älteren Hunden körperliche Einschränkungen vor. Das kann am Verschleiß liegen oder auch durch erbliche Veranlagung, die arthritische Erkrankungen, Muskelschwund und andere Krankheiten nach sich ziehen können.

Liegen Wachstumsstörungen oder genetische Vorbelastungen vor, können auch jüngere Hunde davon betroffen sein. Sie haben dann schon in jungem Alter erhebliche Beschwerden.

Die Hüftgelenksdysplasie ist sehr bekannt, die bei einigen Rassen besonders häufig auftritt. Es gibt ebenfalls ähnliche Fehlbildungen, die andere Gelenke betreffen, oftmals den Ellenbogen. Sie können je nach ihrem Schweregrad zu massiven Beschwerden führen.

Gelenksdysplasie beim Hund

Gelenksdysplasie beim Hund / Foto: photographyMK – depositphotos.com

Haben Gelenke eine Fehlstellung, kann der Gelenkknorpel in Mitleidenschaft gezogen werden, was in der Folge zu einer Arthrose führt. Zu starke Belastung, Verletzungen oder Muskelschwund, herbei geführt durch zu wenig Bewegung, können ebenso für Arthrosen verantwortlich sein wie vererbte Faktoren. Ein steifer Gang oder auch unklare Lahmheit sind oftmals Anzeichen für Arthrose.

Bei einer Arthritis handelt es sich um einen entzündlichen Prozess, der im Gelenk entsteht. Das kann durch Infektionen oder Verletzungen passieren. Eine akute Arthritis führt oft zu starken Schmerzen und kann bis zu einer Bewegungsunfähigkeit gehen. Ist die Erkrankung chronisch, rufen oft nur bestimmte Umstände wie Nässe oder Kälte die Symptome hervor. Ebenso können Knochen von den Erkrankungen betroffen sein.

Besonders große Rassen sind für die Entwicklungsstörungen vom Skelett und Erkrankungen der Gelenke bekannt. Allerdings können durchaus auch kleinere Rassen unter Gelenkproblemen leiden.

Häufige Gelenkskrankheiten beim Hund

Am bekanntesten sind Hüftgelenks- (HD) und Ellbogengelenksdysplasie (ED). Beide können bereits im ersten Lebensjahr des Hundes festgestellt werden. Eine Dysplasie beschreibt die Fehlentwicklung von Gelenkbestandteilen. In der HD zeigt sich im Röntgenbild eine unterentwickelte Gelenkpfanne, in der der Gelenkkopf nicht optimal liegt. Bei der ED können es dagegen verschiedene Einzelerkrankungen sein. Ist die Verknöcherung gestört, kann das Ellbogengelenk durch einzelne Knorpelbestandteile geschädigt werden.

Das Radius-curvus-Syndrom ist in den Unterarmknochen für eine Beschädigung der Wachstumszone verantwortlich. Die beiden Knochen Elle und Speiche bilden den Unterarm. Wenn einer von den beiden Knochen verletzt wird, führt das zu einem unterschiedlich schnellen Wachstum. Das führt zu einem X-Bein und das Ellbogengelenk wird auf lange Sicht instabil.

Sehr große Rassen wie Dobermänner oder Deutsche Doggen leiden nicht selten unter dem sogenannten Wobblersyndrom. Bei dieser Erkrankung ist das Rückenmark im Bereich der Halswirbelsäule durch eine knöcherne Veränderung eingeengt. Das führt folglich zu beeinträchtigen Nervenleitbahnen, die eine wackelige Gangart zur Folge haben.

Bei kleineren Rassen kommt es zu anderen Erkrankungen, wie beispielsweise einer Patellaluxation. Dabei kann die Kniescheibe aufgrund von überdehnten Haltebändern aus dem Kniegelenk herausrutschen. Es kann auch zu einer Femurkopfnekrose oder Legg-Calvé-Perthes-Krankheit kommen. Dabei stirbt der Gelenkkopf am Oberschenkelknochen ab, wodurch die Funktionalität des Gelenkes verloren geht.

Der Gelenkknorpel wird krankhaft verändert, wenn Gelenke dauerhaft einer falschen Belastung unterliegen, die von verschiedenen Erkrankungen hervorgerufen werden. Zudem können Arthrose oder Arthritis in der Folge entstehen.

Ältere Hunde leiden oft unter Osteoarthrosen und Spondylosen, welche auch ohne Vorbelastung auftreten. Allerdings werden sie durch Fehlbildung in den Gelenken im Junghunde-Alter begünstigt.

Die Spondylose (auch Spondylosis deformans) ist eine Erkrankung der Wirbelkörper, die sich morphologisch verändern. Das elastische Bindegewebe verknöchert allmählich, wodurch es in der Beweglichkeit der Wirbelkörper zu einer starken Einschränkung kommt.

Vorbeugung von Gelenkproblemen beim Hund

Am wichtigsten ist die Vorbeugung durch ein leistungsangepasstes Muskelaufbau-Training. Zum Beispiel für Sportarten, die einen hohen Belastungsfaktor haben, wie Flyball oder Agility, gilt das ganz besonders.

Hier ist es wichtig, junge Hunde sehr langsam mit dem Training vertraut zu machen. Auf diese Weise können Verletzungen und Überbelastungen entgegengewirkt werden.

Ebenso wichtig ist eine artgerechte Fütterung mit hohem Fleischanteil, die individuell an jeden Hund angepasst werden muss. Dadurch kann Übergewicht verhindert werden.

Zudem bekommt der Hund alle wichtigen Mineralien, Vitamine und Nährstoffe, die er benötigt. Einen sehr positiven Einfluss auf die Gesunderhaltung hat eine ausreichende Versorgung mit Omega-3 Fettsäuren.

Beim Futter ist auch darauf zu achten, dass es nicht zu viel Energie enthält und der Hund nicht zu schnell wächst. Das kann seine Gelenke und Muskeln ebenfalls belasten. Daher ist bereits im jungen Alter auf die Wahl des richtigen Futters für Welpen zu achten.

Hund beim Tierarzt zur Gelenkuntersuchung

Hund beim Tierarzt zur Gelenkuntersuchung / Foto: AntonioGravante – depositphotos.com

Behandlung von Gelenkproblemen

Besteht der Verdacht, dass eine Erkrankung vom Bewegungsapparat vorliegt, ist auf jeden Fall ein Tierarzt zu konsultieren. Der Tierarzt stellt am ehesten die richtige Diagnose und klärt über mögliche Behandlungen auf.

Neben der medizinischen Behandlung können Physiotherapie, Naturheilkunde, Nahrungsergänzungsmittel und gelenkschonende Liegemöglichkeiten zum Einsatz kommen. Dazu zählen auch orthopädische Matratzen, welche bei Gelenkschmerzen deutlich lindernd wirken können. Das Schonen der Gelenke und das Vorbeugen von Liegeschwielen sind Vorteile einer othopädischen Hundematratze.

Viele Tiere bekommen durch Wärme bei arthritischen Erkrankungen eine Erleichterung. Das gute hierbei: es gibt spezielle Kissen, die Wärme gleichmäßig abgeben. Zur Muskelanregung und -entspannung können ebenfalls durchblutungsfördernde Gele und Salben zum Einsatz kommen.

Nahrungsergänzungsmittel können bei Arthrose helfen, den Knorpelabbau zu verlangsamen. Im Gelenkknorpel ist Glukosamin ein wichtiger Baustein. Auch die Symptome lassen sich durch schmerzlindernde und entzündungshemmende Kräuter lindern. Diese beeinflussen ebenfalls die Gelenkgesundheit durch die Förderung des Stoffwechsels.

Fazit zu Gelenkproblemen beim Hund

Oft lässt sich an der Art der Bewegung ablesen, welche Probleme der Hund hat. Steifheit, schwerfälliges Aufstehen sowie schmerzhaftes oder unregelmäßiges Laufen deuten auf Rückenschmerzen, Arthrose oder Hüftdysplasie hin.

Beobachten Sie regelmäßig, wie sich Ihr Hund verhält, aufsteht und läuft. Veränderungen lassen sich meist schneller bemerken, wenn man die gewohnten Bewegungsabläufe vom Hund im gesunden Zustand kennt. Bemerkt der Hundehalter Veränderungen im Bewegungsablauf sollte der nächste Weg direkt zum Tierarzt führen.

Wenn Sie auf Nahrungsergänzungen zurückgreifen möchten, so empfehlen wir die Verwendung von ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen. Unsere Empfehlung zur Vorbeugung von Gelenkproblemen ist das Produkt Bewegung-Fit von Anifit. Neben solchen Nahrungsergänzungsmitteln sind ausreichend Bewegung und eine artgerechte Ernährung ebenfalls wichtig.

1 Erfahrungsbericht
  1. Unsere Susi (Labrador, 8 Jahre) hat mittlerweile immer mehr mit Gelenkproblemen zu kämpfen. Sie läuft nicht mehr wirklich rund, auch ihre Hüfte hat eine leichte Schrägstellung. Wir füttern bereits ein gutes Nassfutter mit hochwertigen tierischen Eiweißen. Als Retriever ist sie natürlich eher von Gelenkproblemen betroffen, als es bei kleineren Rassen der Fall wäre. Wir glauben aber, dass sie als Welpe zu schnell gewachsen ist. Damals hat sie noch Trockenfutter bekommen, vielleicht hängt das ja zusammen. Jedenfalls werden wir bei unserem nächsten Hund (wir bekommen in knapp zwei Monaten einen Welpen) auf ein langsames Wachstum achten. Nur so können Gelenkprobleme vorgebeugt werden. Susi bekommt bereits natürliche Futterzusätze, wie Bierhefe, damit das Futter besser verwertet wird. Vielleicht wird sie ja wieder etwas agiler, wenn der neue Welpe im Haus ist.

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