Demenz bei Hunden: Symptome und Therapie

Unsere Hunde werden immer älter, was ein großes Glück für uns ist. Doch auch Hunde können Krankheiten bekommen und diese treten vor allem im Alter vermehrt auf. Eine davon ist Demenz. Ja richtig, auch Hunde sind davor nicht sicher. Vor allem Haushunde erkranken immer öfter an dieser Krankheit. Es ist nicht leicht die Diagnose zu stellen und auch Therapiemöglichkeiten gibt es nicht sehr viele.

In diesem Ratgeber von 1a-hundefutter.de werden die Symptome und eventuelle Therapieansätze aufgezeigt. Leidet der Hund unter Demenz, dann wird dich das Verhalten des Tieres nach und nach ändern. Zu Anfang sind es nur normale Anzeichen des Alters, doch mit der Zeit werden die Anzeichen für Demenz immer deutlicher. Der Schlaf-Wach-Rhythmus ändert sich und eine reduzierte Lern- und Erinnerungsfähigkeit tritt ein. Es ist allerdings auch dann nicht leicht dies richtig zu deuten.

Alter Hund am Meer

Demenz trifft in der Regel ältere Hunde / © ikostudio – depositphotos.com

Welche Symptome treten am häufigsten auf?

Die am häufigsten festgestellten Symptome sind:

  • veränderte Reaktion bei bekannten Personen oder Tieren
  • Desorientiertheit
  • der Schlaf-Wach-Rhythmus ändert sich
  • Stubenunreinheit
  • die Aktivität ändert sich

Es müssen jedoch nicht alle Symptome auftreten und diese können sich auch völlig unterschiedlich zeigen oder ausprägen.

Was passiert bei Desorientiertheit?

Hier kann es sein, dass der Hund ziellos umherwandert, ins Leere starrt und bekannte Personen plötzlich nicht mehr erkennt. Zudem wird der Hund an der falschen Türe warten, um nach draußen zu kommen oder er wartet auf der falschen Seite der Türe.

Sobald er schließlich draußen ist, wird er nicht mehr wissen, wieso er jetzt im Freien ist und was er dort machen soll. Der Vierbeiner wird verwirrt erscheinen und Probleme bekommen Hindernisse zu überwinden oder auch auf seinen Namen nicht mehr reagieren.

Was passiert bei veränderten Interaktionen?

Ein sehr typisches Anzeichen für Demenz ist die veränderte Interaktion. Sollte sich das Verlangen nach Zuwendung und Streicheleinheiten plötzlich ändern und der Hund plötzlich keine Lust mehr verspüren gestreichelt zu werden, dann kann dies auf Demenz hindeuten.

Ein erkrankter Hund wird sich dem Besitzer entziehen und diesem kaum mehr Beachtung schenken. Außerdem kann der Vierbeiner sehr gereizt sein, aggressiv wirken oder unter anderen Stimmungsschwankungen leiden.

Der Schlaf-Wach-Rhythmus ändert sich

Ist der Hund plötzlich sehr müde und benötigt mehr Schlaf als üblich, kann dies ebenfalls ein Anzeichen von Demenz sein. Zunehmend in der Dämmerung oder in der Dunkelheit werden die Hunde rastlos, wandern umher, hecheln oder winseln viel, können dies Anzeichen der Krankheit sein. Der Schlafrhythmus wird wahrscheinlich sehr unregelmäßig werden.

Stubenunreinheit

Ein Hund der lange Zeit stubenrein war und plötzlich wieder anfängt in die Wohnung zu machen, kann an Demenz erkrankt sein. Der Vierbeiner merkt nicht mehr, wann er rausmuss oder kann nicht mehr zeigen, wann es so weit ist. Er verliert langsam die Kontrolle über seine Körperfunktionen.

Veränderte Aktivität

Wird der Hund ziellos wandern, keine zielgerichteten Aktivitäten mehr ausführen und seine Aktivitäten komplett ändern, ist dies meist ein Anzeichen für eine beginnende Demenz. Der Vierbeiner zeigt kein Interesse mehr und hört auf keine Aufforderungen.

Sicherheit des Hundes gewährleisten bei Demenz

Es gibt die verschiedensten Symptome bei einer beginnenden Demenz. Sollte die Diagnose jedoch eindeutig sein, muss der Hundebesitzer umdenken. Was wird passieren, wenn der Hund wegläuft und nicht mehr nach Hause findet? Solche Situationen können geschehen und auch häufen, wenn das geliebte Tier unter Demenz leidet. Um dem vorzubeugen, wird häufig ein GPS Tracker genutzt. So wird der Hund 24 Stunden pro Tag überwacht.

Besonders geeignet ist der Tracker, wenn der Hund viel ohne Leine in freiem Gelände unterwegs ist. Der Standort des Hundes wird einfach immer und überall verfolgt. Es besteht also nicht die Gefahr, dass sich der Hund versteckt und über einen längeren Zeitraum nicht mehr auffindbar ist. Demenz ist eine unheilbare Krankheit, doch der Hund hat trotzdem das Recht ein schönes und zufriedenes Leben zu führen. Dazu gehört auch, dass er weiterhin ohne Leine laufen darf.

Wie kann therapiert werden?

Wurde die Demenz festgestellt, sollte sehr schnell mit der Therapie begonnen werden. Natürlich muss jedem Besitzer klar sein, das die Krankheit unheilbar ist. Es kann nur eine Besserung der Symptome herbeigeführt werden, um dem Hund das Leben zu erleichtern. Nicht immer ist eine Besserung in Sicht, doch es können drei Maßnahmen ergriffen werden.

  • Diät
  • Pharmakologie
  • Verhaltenstherapie

Bei der Verhaltenstherapie sind die Möglichkeiten eingeschränkt. Es können jedoch neue Kommandos erlernt werden, neue Futterspielzeuge können gekauft werden und die Kombination aus vielen verschiedenen Maßnahmen zeugt auch von Erfolg. Inzwischen gibt es viele Spezialfuttermittel, welche die Fähigkeiten des Hundes bessern können. Das Futter sollte allerdings genau auf den Hund abgestimmt werden. Futter mit Antioxidantien und Mitochondrien ist hier von Vorteil. Wer möchte, kann auch die Therapie mit Psychopharmaka in Betracht ziehen. Hierbei sollte allerdings immer der Tierarzt zur Rate gezogen werden.

Verschiedene Hunderassen

Demenz kann jede Hunderasse treffen / © Lilun_Li – depositphotos.com

Der Demenz vorbeugen – geht das?

Die Ursachen sind noch nicht eindeutig geklärt und eine Vorbeugung ist derzeit noch nicht möglich. Es ist aber sinnvoll auch ältere Hunde auszulasten und die Ernährung ab dem 7. Lebensjahr spätestens anzupassen. Laut entsprechender Literatur gilt ein Hund ab sieben Jahren als alt. Es handelt sich allerdings nur um eine pauschale Aussage, da die verschiedenen Rassen auch unterschiedliche Lebenserwartungen haben. Mit steigendem Alter reduziert sich die Fütterungsmenge. Ein älterer Hund benötigt meist weniger Energie und demnach auch weniger Futter. Auf Spezialfutter muss hierbei nicht zwingend umgestiegen werden.

Große Hunde haben eine kürzere Lebenserwartung als kleinere Tiere, dies ist allgemein bekannt. Einen Hund kann man als alt bezeichnen, wenn bereits zwei Dritter seiner Lebenserwartung verstrichen sind. So zählt beispielsweise eine Dogge bereits mit ca. 4 Jahren zu den alten Hunden. Demenz ist damit eine Erkrankung, die sehr häufig auftritt, aber bei Hunden unterschiedlichen Alters auftreten kann.

Fazit zur Demenz bei Hunden
Unsere Hunde werden immer älter, also besteht die Gefahr, dass die Vierbeiner, wie wir Menschen auch an Demenz erkranken. Die Symptome können hierfür sehr vielfältig sein und lassen sich nicht immer direkt eindeutig zuordnen. Ist die Diagnose eindeutig, kann der Besitzer dem Tier das Leben erleichtern. Es gibt einige, wenige Therapiemaßnahmen, welche die Symptome lindern oder verzögern können. Der tägliche Rhythmus bleibt bestenfalls weiterhin, auch wenn es nicht mehr so sein wird, wie noch zu Beginn.

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