Was sind Vitalpilze für den Hund?

Immer häufiger finden Hundehalter im Bereich der Nahrungsergänzungen so genannte Heil- oder Vitalpilze. Den Pilzen werden viele positive Wirkungen auf die Gesundheit nachgesagt. Doch es ist Vorsicht angebracht. Sowohl beim Kauf, als auch bei der Dosierung der Pilze.
Shiitake Vitalpilz

Vitalpilze – wie dieser Shiitake – gibt es auch für Hunde / © Kruchenkova – depositphotos.com

Was sind Vitalpilze?
Vitalpilze, auch Heilpilze oder Medizinalpilze genannt, stammen ursprünglich aus der traditionellen chinesischen Medizin. Sie verfügen über einen sehr hohen Wert an wertvollen Inhaltsstoffen. Die Bezeichnung als Heilmittel ist jedoch nicht zulässig. Somit dürfen beim Verkauf weder Heil- noch Präventionsversprechen abgegeben werden.

Die Mykotherapie

Das Heilen bzw. Behandeln mit Vitalpilzen ist bei Weitem nichts Neues. In China und Japan werden diese besonderen Pilze bereits seit mindestens 4.000 Jahren in der Medizin angewandt. In Europa wurde erst Mitte der 1950er Jahre mit der Verwendung von Vitalpilzen begonnen. Die Behandlung von Erkrankungen mit „Heilpilzen“ wird als Mykotherapie bezeichnet.

Das Wirkspektrum von Vitalpilzen soll groß sein. So sollen sie bei akuten wie auch bei chronischen Krankheiten helfen und zudem das Immunsystem stärken. Somit gelten die Vitalpilze als gute Alternative zu vielen Medikamenten. Das gilt beim Mensch wie auch beim Hund. Eine Zulassung als Arzneimittel haben die Vitalpilze jedoch bis dato nicht erhalten. Als Nahrungsergänzungsmittel können die Pilze angeboten werden, jedoch sind auch hier die erwähnten Versprechen hinsichtlich Prävention und Heilung untersagt oder bedürfen einer Genehmigung.

Folgende Heil- bzw. Vitalpilze finden am häufigsten Anwendung

  • Eichhase (Polyporus umbellatus)
  • Igelstachelbart (Hericium erinaceus)
  • Judasohr (Auricularia polytricha)
  • Maitake (Grifola frondosa)
  • Mandelpilz (Agaricus blazei murrill)
  • Raupenpilz (Cordyceps sinensis)
  • Reishi (Ganoderma lucidum)
  • Schmetterlingstramete (Coriolus versicolor)
  • Shiitake (Lentinula edodes)
  • Schopftintling (Coprinus comatus)

Anwendungsgebiete von Vitalpilzen sind unter anderem

Allergien, Arthrose, Augenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, bakterielle Infektionen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Blasenprobleme, Blasensteine, Blutbildverbesserung, Borreliiose, Diabetes, Durchblutungsprobleme, Entgiftung, Entzündung, Fellprobleme, Hauterkrankungen, Herzerkrankungen, Immunsystemstärkung, Infektionen, Krämpfe, Krebsprävention, Krebstherapie, Lähmungen, Lebererkrankungen, Leistungssteigerung, Lungenerkrankungen, Behandlung des Lymphsystems, Magen-Darm-Probleme, Muskelaufbau, Nierenerkrankungen, Ödeme, Parasitenbefall, Pilzerkrankungen, Rheuma, Tumorbehandlung, Übergewicht, Verdauungsstörungen, Probleme des vegetativen Nervensystems, Warzen, Unterstützung der Wundheilung, Vitalitätssteigerung und Zeckenschutz.

Vitalpilze für Hunde: unsere Einschätzung

Dieser Ratgeber soll Sie lediglich über Vitalpilze informieren und keine Kaufempfehlung darstellen. Daher stellen wir Ihnen in diesem Artikel auch kein Produkt direkt vor. Aufgrund zahlreicher Anfragen von Hundebesitzern haben wir uns für diesen kurzen Infoartikel entschieden. Wir haben selbst noch keine der sogenannten Heilpilze oder Vitalpilze getestet und planen dies auch nicht für die Zukunft.

Aber dennoch: immer mehr Heil- und Vitalpilze finden in der Ernährung unserer Vierbeiner eine Anwendung. Wir haben uns daher in einigen Shops umgesehen. Recht häufig findet man den Shiitake Pilz. Dieser ist unter anderem reich an B-Vitaminen und Kupfer. Zum Beispiel in Stresssituationen wird dieser Pilz gerne eingesetzt.

Insgesamt finden die Vitalpilze in vielen verschiedenen Situationen eine Anwendung. Auch wenn man in China und Japan vermutlich von der Wirkung der Pilze überzeugt ist, sollten Hersteller in Deutschland vorsichtig sein. Denn: gesundheitsbezogene Aussagen bedürfen einer vorherigen Zulassung (Quelle: Mykotherapie auf Wikipedia).

Unser Tipp: falls Sie sich für einen Kauf von Vitalpilzen entscheiden, so sollten Sie hierbei auf eine hohe Qualität achten. Einige Anbieter produzieren Pilze in Bio-Qualität und aus kontrolliertem Anbau. Auf Zusatzstoffe sollte verzichtet werden. Auch auf die richtige Dosierung ist zu achten. Zudem ist eine vorherige Beratung beim Tierarzt zu empfehlen.

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Vitalpilzen gemacht? Wie hat Ihr Hund auf die Pilze reagiert? In welcher Situation haben Sie sich für den Einsatz von Vitalpilzen entschieden und welche Vitalpilze kamen zum Einsatz? Teilen Sie uns Ihre gemachten Erfahrungen gerne über die Kommentare mit.

Wer schreibt hier eigentlich?
Wer schreibt hier eigentlich?
Ich bin Markus. Als zertifizierter Ernährungsberater für Hunde liegt mir die artgerechte Ernährung unserer Vierbeiner ganz besonders am Herzen.
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