Was ist Rohprotein im Hundefutter?

Jeder, der sich die Etiketten des Futters fĂŒr seinen Hund genauer anschaut, stolpert frĂŒher oder spĂ€ter ĂŒber den Begriff analytische Bestandteile. Hierzu zĂ€hlen unter anderem Rohproteine, Rohöle- und fette, Rohfaser, Rohasche und weitere Bestandteile.

Die Tierfuttermittelhersteller in Deutschland sind dazu verpflichtet, die Inhaltsstoffe im Tierfutter detailliert mit ihrem Anteil anzugeben. Dazu kommen noch die analytischen Bestandteile, die immer in Prozent aufgeschlĂŒsselt werden. Oft kann sich der Otto-Normal-Hundebesitzer nicht allzu viel unter den Begrifflichkeiten vorstellen. „Roh“ bedeutet im Übrigen, wie viel Prozent im jeweiligen Futter enthalten sind. Es sagt nichts ĂŒber die Verwertbarkeit fĂŒr den Hund im Allgemeinen aus.

Was ist das Rohprotein?

Kurz gesagt umfasst das Rohprotein alle stickstoffhaltigen Bestandteile des Futters. Damit sind grĂ¶ĂŸtenteils alle eiweißhaltigen Bestandteile des Futters gemeint oder auch Vitamine.

Bei diesen Eiweißverbindungen – auch Proteine genannt – kann es sich um Muskelfleisch handeln, aber auch um Hufe, Federn oder Fell. Kennt man nur den Rohproteingehalt, lĂ€sst sich rein gar nichts ĂŒber die QualitĂ€t des Proteins oder ĂŒber dessen Verwertbarkeit sagen.

Aufgrund dessen sollte man als Hundebesitzer darauf achten, nur hochwertiges Futter zu verfĂŒttern. Außerdem ist es ratsam, nicht nur eine Protein-Art an den Vierbeiner zu verfĂŒttern, denn sonst können Mangelerscheinungen entstehen. Eine Ausnahme bilden Hunde, die an einer Futtermittelallergie (hĂ€ufig ausgelöst durch Getreide) oder an UnvertrĂ€glichkeiten leiden und beispielsweise nur mit Pferdefleisch gefĂŒttert werden dĂŒrfen.

Trockenfutter sollte 20-25 % Rohprotein enthalten, Nassfutter nicht weniger als fĂŒnf – bestenfalls zwischen acht und zehn Prozent. Hier erklĂ€rt der Gehalt an Feuchtigkeit den prozentualen Unterschied. Rechnet man diesen Anteil im Nassfutter auf trockendes Futter um, so ergibt sich in etwa der selbe Gehalt an Proteinen.

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Tierische vs Pflanzliche Proteine

Der Gehalt an Proteinen im Hundefutter sagt wenig darĂŒber aus, wie viel der Hund am Ende verwerten kann. Hierbei spielt es eine große Rolle, ob die Proteine tierischen oder pflanzlichen Urpsrungs sind.

Hunde sind von Natur aus Fleischfresser, das wird auch den Trockenfutter-Fans gelÀufig sein. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der gesamte Verdauungstrakt auf eine Nahrung mit hohem Fleischanteil ausgerichtet ist. Nicht umsonst gibt es viele Behauptungen und Studien, welche Trockenfutter als ungesund darstellen.

Glutenhaltiges Getreide und billige FĂŒllstoffe, wie Weizen, sind hĂ€ufig der Hauptbestandteil eines Trockenfutters. Die Hersteller sparen an jeder Ecke, leider auch bei der der Gesundheit des Hundes. Übergewicht, Mangelerscheinungen und Verdauungsprobleme sind hĂ€ufige Folgen eines billigen Futters.

Aufgrund der kurzen DarmlÀnge kann der Hund pflanzliche Proteine nur zu einem Bruchteil verwerten. Tierische Proteine werden, besonders in Form eines hochwertigen Nassfutters, besser verdaut und mit bis zu 90 Prozent verwertet. Dies zeigt bereits der hohe Kotabsatz bei pflanzlicher Nahrung im Vergleich zur Kotmenge bei leicht verdaulichen tierischen Quellen.

Ein hochwertiges Nassfutter ist nicht nur einfacher zu verdauen und zu verwerten. Denn mit dem hohen Gehalt an Fleisch bietet dieses Futter auch jede Menge tierische Proteine. Ebenfalls wichtig ist die QualitÀt des enthaltenen Fleisches. Bindegewebe zÀhlt unter anderem zu weniger hochwertigen Bestandteilen. Hochwertiges Muskelfleisch und ausgewÀhlte tierische Nebenerzeugnisse bilden hingegen die Grundlage einer gesunden und artgerechten ErnÀhrung.

Dennoch kann es bei einer ErnĂ€hrung mit zu viel Proteinen auch zu gesundheitlichen Problemen, wie zum Beispiel Nierenproblemen, kommen. Hier wird hĂ€ufig eine proteinarme ErnĂ€hrung des Hundes verordnet. WĂ€hrend Welpen ausreichend Proteine benötigen, um zu wachsen, ist es bei Senioren anders. Auch Welpen dĂŒrfen nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig viele Proteine erhalten, da das Skelet sonst droht zu langsam zu wachsen.

Was verbirgt sich hinter den anderen Bestandteilen?

Es gibt nicht nur Rohprotein im Hundefutter, sondern auch noch Rohfett, Rohasche, Rohfaser und den Gehalt an Feuchtigkeit. Hinter Rohfett verbirgt sich der Energiegehalt des Futters. Hier sind alle Bestandteile gemeint, die sich in einer Ätherlösung auflösen wĂŒrden, nĂ€mlich die Fette und Öle.

Der Anteil sollte mindestens bei fĂŒnf Prozent liegen. Der Hund benötigt Rohfett, um FettsĂ€uren aufzunehmen, die sein Körper nicht selbst herstellen kann. Dazu zĂ€hlen die essentiellen FettsĂ€uren. Ein höherer Fettgehalt bedeutet auch immer mehr Energiegehalt. Das kann, je nach Hund und seiner AktivitĂ€t, von Vor- oder von Nachteil sein.

Rohasche hat nichts mit Asche im Futter zu tun. Hier ist der Prozentanteil an Mineralstoffen und Spurenelementen gemeint, der ĂŒbrig bleiben wĂŒrde, wenn man das Futter bei 550 Grad in einem speziellen Ofen verbrennen wĂŒrde. Die in der Rohasche enthaltenen NĂ€hrstoffe sind fĂŒr den Hund lebenswichtig!

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Dieser Wert sollte aber auch nicht zu hoch sein, da sonst auf Dauer die Nieren zu sehr belastet werden. Rohfaser sind die nicht verdaulichen Bestandteile im Hundefutter. Diese bestehen hauptsĂ€chlich aus Zellulose. Eine gewisse Menge davon ist wichtig fĂŒr eine gesunde DarmtĂ€tigkeit des Hundes.

Die Feuchtigkeit ist nicht bei allen Futtersorten aufgefĂŒhrt. Damit sie ĂŒberhaupt auf dem Etikett auftaucht, muss der Feuchtigkeitswert im Futter ĂŒber 14 % liegen. Trockenfutter fĂ€llt hier raus, da es zwischen 10%-12% Feuchtigkeit enthĂ€lt.

In Nassfuttern liegt der Feuchtigkeitswert zwischen 70 und 85 Prozent. Dieser Wert an Feuchtigkeit im Futter ist Bestandteil einer Deklaration, um die anderen angegeben Bestandteile richtig einschÀtzen zu können.

Ganz gleich, welches Futter der Besitzer seinem Hund fĂŒttert, es sollte immer hochwertige Bestandteile haben und von guter QualitĂ€t sein. Was definitiv nicht ins Futter gehört, sind GeschmacksverstĂ€rker, Farb- und Aromastoffe, Konservierungsmittel oder Zucker.

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Das Team von 1a-hundefutter.de beschĂ€ftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema einer gesunden HundernĂ€hrung. Als zertifizierte ErnĂ€hrungsberater fĂŒr Hunde und Katzen bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich kostenlos und unverbindlich Empfehlungen einzuholen. Unser Service ersetzt keine tierĂ€rtzliche Beratung. Dennoch helfen wir Ihnen gerne bei der Futterwahl, der Futterumstellung und weiteren Anliegen rund um die ErnĂ€hrung Ihres Hundes.

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