Was bedeutet tierische Nebenerzeugnisse im Hundefutter?

Oft finden sich auf den Hundefutter-Etiketten der Hersteller Angaben wie pflanzliche Nebenprodukte oder tierische Nebenerzeugnisse. Was bedeuten diese ominösen tierischen Nebenerzeugnisse? Welche tierischen Nebenerzeugnisse sind hochwertig und welche Erzeugnisse sollten im Futter besser nicht enthalten sein?

Tierische Nebenerzeugnisse in der Tiernahrung

Der Begriff tierische Nebenerzeugnisse des deutschen Futtermittelrechts umfasst, abgesehen vom Muskelfleisch, nahezu alle anderen Organe und Innereien eines Schlachttieres. Hierzu zählen sowohl Organe wie Leber und Lunge, als auch Schlachtabfälle wie Hörner oder Felle.

Bis heute hält sich hartnäckig das Gerücht, dass im fertigen Hunde- oder Katzenfutter Abfälle von verendeten oder eingeschläferten Tiere untergemischt sind, eventuell sogar noch inklusive aller verabreichten Medikamente und auch vielleicht noch das Halsband. Dem ist definitiv nicht so. Auch Hunde- oder Katzenfutter werden nach Standards produziert. Es befindet sich auch kein Kot oder Urin im Hundefutter, denn Ausscheidungen zählen nicht zu tierischen Nebenerzeugnissen der Futterindustrie. Stammt das Futter nämlich aus der EU, wie das bei vermutlich den meisten in Deutschland erhältlichen Futtersorten der Fall ist, gibt es gesetzliche Vorgaben, was im Futter sein darf und was nicht.

Hund glücklich im Garten

Unsere Holly im Garten

Allerdings ist von Futter abzuraten, bei denen die tierischen Nebenerzeugnisse nicht weiter aufgeschlüsselt sind. Gegen gewisse Innereien im Futter ist nichts einzuwenden, während Klauen oder Federn nichts darin zu suchen haben. Das heißt nicht, dass sie vom Hund nicht vertragen werden, sondern nur, dass sie über den Stoffwechsel nicht verwertetet werden können.

Zudem ist auch von Futter abzuraten, bei dem Milch und Molkereierzeugnisse zur Herstellung verwendet wurden, da viele Hunde keine Laktose vertragen. Außerdem sollten keine Konservierungsstoffe und künstliche Farb- und Aromastoffe im Futter enthalten sein. Bei Trockenfutter sollte der Hundebesitzer darauf achten, dass zur Herstellung Fleischmehl, Geflügelmehl oder Rindermehl verwendet wurde. Fleischmehl ist nichts anderes als getrocknetes Fleisch, das anschließend zermahlen wurde.

Übersicht zu tierischen Nebenerzeugnissen

Tierische Nebenerzeugnisse im Hundefutter sind kein Anzeichen dafür, dass das Futter eine schlechte Qualität hat. Ganz im Gegenteil, denn einige Nebenprodukte sind ernährungsphysiologisch wertvoll für den Hund. Besonders beim Barfen, der Fütterung mit Rohfleisch, sind tierische Nebenerzeugnisse wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen und artgerechten Ernährung. Tatsächlich liefern besonders die Nebenprodukte des Schlachttieres wertvolle Vitamine und Nährstoffe für eine gesunde Ernährung. Kein Wunder also, dass viele Snacks und Leckerlis für den Hund aus diesen Nebenerzeugnissen bestehen. Doch welche tierischen Nebenerzeugnisse sind gesund und welche haben in einem qualitativen Hundefutter nichts zu suchen?

Zu den hochwertigen tierischen Nebenerzeugnissen zählen unter anderem Pansen, Lunge, Strossen, Karkassen, Nieren, Hähnchenmägen, Leber, Schlund und Herz. Befinden sich diese Nebenerzeugnisse auf der Deklaration Ihres Hundefutters, so können Sie beruhigt sein. Bei den erwähnten Nebenprodukten handelt es sich um ernährungsphysiologisch wertvolle Nebenerzeugnisse.

Leider umfasst das deutsche Futtermittelrecht auch jene Nebenerzeugnisse, welche nur schlecht verwertbar sind. Diese tierischen Nebenerzeugnisse haben keine ernährungsphysiologische Bedeutung und erschweren eine gesunde Entwicklung des Hundes. Eine uneinsichtige Deklaration eines Herstellers kann diese Nebenerzeugnisse als Fleischanteil aufführen, obwohl es sich hierbei um unverwertbare Nebenprodukte handelt. Greifen Sie daher nur zu klar und eindeutig deklarierten Futtersorten, wo alle tierischen Nebenerzeugnisse einzeln aufgeführt sind. Zu meidende Nebenerzeugnisse sind unter anderem Hühnerköpfe – und füße, Geschlechtsorgane, Wolle und Felle, Häute und Schwarten, Hörner, Federn, Eierstöcke, Därme und Euter. Die Liste an tierischen Nebenerzeugnissen, welche im Hundefutter nicht enthalten sein sollten, ist lang.

Hunde benötigen nicht ausschließlich Fleisch

Hunde sind – ganz im Gegensatz zu Katzen – keine reinen Fleischfresser. Dafür sollte man sich die Vergangenheit unseres Haushundes etwas näher anschauen, der ja bekanntlich von den Wölfen abstammt. Wölfe sind Beutetierfresser, das heißt, sie fressen ihr Beutetier mit „Haut und Haar“ auf, inklusive Mageninhalt und sogar den Knochen. Zudem räubert der Wolf hin und wieder ein Vogelnest aus und ernährt sich auch von Gräsern und Früchten. Ein gesundes Hundefutter besteht aus einem hohen Anteil an Fleisch, bei dem auch gerne mal Schlachtabfälle (also tierische Nebenerzeugnisse) dabei sein dürfen. Schließlich frisst der Wolf in freier Wildbahn ja auch Innereien, Blut und Knochen.

Im Futter sollte zudem ein Anteil Gemüse oder Obst, Getreide und Eiweiß enthalten sein, damit der Hund optimal mit allem versorgt ist. Zum Glück gibt es heutzutage Alleinfuttermittel, die den Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Auch wenn der Besitzer sich für die Barf-Fütterung entschieden hat, sollte er darauf achten, dass ein Hund nicht ausschließlich Fleisch zum Leben benötigt. Insgesamt sollte es jedem Hundebesitzer selbst überlassen sein, welches Futter er seinem Vierbeiner füttert und welche Inhaltsstoffe er ihm zumuten möchte.

Hundefutter mit hochwertigen Nebenerzeugnissen

Während es mittlerweile Anbieter von hochwertigem Trockenfutter auf dem deutschen Tierfuttermarkt gibt, fällt unsere Empfehlung auf ein qualitatives Nassfutter. Nassfutter stellt in unseren Augen, neben dem Barfen, eine artgerechte und gesunde Ernährung des Hundes dar. Dies gilt jedoch nur, wenn die Inhaltsstoffe hochwertig sind. Und bekanntlich zählen hierzu auch die tierischen Nebenerzeugnisse, welche im Futter verwendet werden.

In unserem Artikel zu hochwertigen Nassfutter erhalten Sie wissenswerte Informationen über Qualitätsmerkmale und Anbieter. Insgesamt konnten wir bis dato drei hochwertige Nassfutter-Hersteller mit unserer Holly (Hovawart-Hündin) testen. Die Marken Anifit, Wildborn und Bellfor haben uns alle überzeugt. Nähere Informationen zu den einzelnen Herstellern erhalten Sie ebenfalls in unserem Ratgeber zum Nassfutter und in den Praxisberichten zum jeweiligen Futter. Derzeit füttern wir unserer Hündin das Anifit Nassfutter. Ein hoher Anteil von 90 bis 95 Prozent Fleisch in Lebensmittelqualität und naturbelassene Zutaten haben uns überzeugt. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Anifit Praxisbericht und im Anifit Shop. Mit dem Gutschein Code „GUT2018“ erhalten Sie derzeit 10 Prozent Rabatt auf Ihre erste Bestellung. Mit den Anifit Schnupperpaketen haben Sie die Möglichkeit das Futter und die verschiedenen Sorten zunächst mit Ihrem Hund zu testen.

Hochwertiges Nassfutter

Unsere Empfehlung für Ihren Hund. Ein hochwertiges und artgerechtes Nassfutter stellt eine gute Alternative zum Barfen dar.

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