Was sind Lockstoffe im Hundefutter?

Bis heute hält sich hartnäckig das Gerücht, dass manche Hersteller ihrem Hundefutter Lockstoffe oder Lockmittel zusetzen, damit der Hund auf ihr Futter geprägt wird und nur noch diese eine Sorte frisst. Das ist definitiv falsch. Normalerweise wird ein Hund auf das Futter geprägt, dass er z.B. beim Züchter bekommt. Der Vierbeiner frisst aber auch jedes andere Futter. Etwas anders sieht es beim Thema Geschmacksverstärker im Hundefutter aus. Denn diese werden dem Hundefutter sehr wohl zugesetzt, ebenso wie künstliche Aromen und Fette. Diese Zusatzstoffe stehen im Verdacht, Allergien oder Futtermittelunverträglichkeiten auszulösen. Der Begriff Lockstoffe ist eigentlich mit Geschmacksverstärkern gleichzusetzen.

Warum eigentlich Geschmacksverstärker im Hundefutter?

Keiner ernährt seine Haustiere so teuer wie wir Deutschen, oft kriegt der Hund sogar teureres Futter als sein Besitzer. Leider ist teuer nicht immer gleichbedeutend mit hoher Qualität. Hunde sind zwar nicht ganz so große Feinschmecker wie Katzen, was ihre Nahrung angeht, aber auch sie fressen durchaus nicht alles, was sie vorgesetzt bekommen. Sie mögen z.B. kein Futter, das sauer oder bitter schmeckt. Sauer schmeckendes Futter bedeutet für den Hund: Achtung!! Könnte verdorben sein!! Bitteres Futter könnte giftig sein, da viele Giftstoffe bitter schmecken. Geschmacksverstärker haben die Aufgabe, dem Futter einen besseren Geruch und einen besseren Geschmack zu geben. Die Inhaltsstoffe in manchen Hundefuttern sind alles andere als appetitlich. Oft wird Tierfutter aus minderwertigem Fleisch und viel Getreide hergestellt, das unsere Hunde (und auch Katzen) ohne solche Mittelchen im Futter, die den Geschmack aufpeppen, niemals anrühren würden.

Was macht Geschmacksverstärker so gefährlich?

Was sind Lockstoffe im Hundefutter?

Foto: pixabay.com

Oft wird dem Hundefutter Glutamat untergemischt, damit es einfach besser schmeckt. In manchen Lebensmitteln kommt dieser Geschmacksverstärker, bzw. Lockstoff, auf natürlicher Ebene vor, wie z.B. im Fleisch oder im Fisch. Glutamat kann neben der Verbesserung des Geschmacks ein künstliches Hungergefühl im Gehirn auslösen. Das heißt, dass der Hund immer weiter frisst, obwohl er eigentlich schon satt ist. Also kann man hier im groben Sinn schon von einem Lockstoff im Hundefutter reden, da der Hund ja gelockt wird, immer mehr zu fressen. Auf dieses Weise wird der Hund nicht unbedingt schlanker, und Erkrankungen wie Fettleibigkeit oder Diabetes drohen. Zudem steht Gluten unter Verdacht Allergien zu befördern oder gar auszulösen. Weitere sehr beliebte Geschmacksverstärker sind: Zucker und Karamell, aber auch Fette, denn diese sind bekanntlich Geschmacksträger.

Zudem sind Konservierungsstoffe oder künstliche Farbstoffe nicht wirklich gesundheitsfördernd für den Vierbeiner.

Was kann ich als Hundebesitzer tun?

Wenn Sie Ihren Hund gesund ernähren möchten, gibt es – wie in anderen Fällen auch – die berühmten zwei Möglichkeiten. Zum einen haben Sie die Chance, Ihren Hund zu barfen. Barfen heißt grob übersetzt: biologisch artgerechtes Futter. Hier füttert der Besitzer den Hund mit rohem Fleisch, Innereien aber auch mit Obst und Gemüse. Teilweise müssen auch Nährstoffe zugesetzt werden, damit es nicht zu einer Unterversorgung kommt.

Barfen ist nicht für jeden Hundebesitzer der Clou, den das Hantieren mit den Rohstoffen ist nicht gerade appetitlich. Für diese Herrchen und Frauchen gibt es hochwertiges Hundefutter auf dem Markt. Die Besitzer sollten darauf achten, dass der Fleischanteil sehr hoch ist und das Futter keinerlei künstliche Zusatzstoffe enthält. Entdeckt man Worte wie Glutamat, Getreide oder Zucker in der Inhaltsangabe, sollte die Dose oder der Futtersack schnellstmöglich wieder im Regal verschwinden.

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