Feste Fütterungszeiten für den Hund

Hunde haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung, Herausforderungen wie Spiel und Spaß und im Gegenzug natürlich auch entsprechende Ruhephasen. Nun reicht es allerdings nicht aus, dem Hund einfach nach Gefühl seine Mahlzeiten zu präsentieren. Wichtig bei der Fütterung der Vierbeiner ist die Regelmäßigkeit. Ein fixer Platz für die Futterschüssel und vor allem feste Fütterungszeiten sollten daher selbstverständlich sein.
Chihuahua Fütterung

Fütterung des Chihuahua © Cavan

Der richtige Futterplatz

Wenn ein Hund ins Haus kommt, ist er zumeist noch jung und wurde gerade erst von der Mutter entwöhnt. In diesem Fall bekommen die neuen Halter*innen Tipps vom Züchter, welche die erste Zeit mit dem Hundebaby erleichtern sollen. Im Regelfall erhält der Welpe zunächst das Futter, welches er zuvor beim Züchter erhielt. So schlagen Wohnungswechsel und Futterumstellung nicht gleichzeitig auf den kleinen Hundemagen.

Im neuen Zuhause erhält der Welpe dann einen geeigneten und festen Futterplatz. Er sollte es dem Tier ermöglichen, in aller Ruhe ohne Störungen zu fressen. Jeder Hund sollte dabei einen eigenen fixen Platz haben. Bei mehreren Hunden sollten diese sicherheitshalber auch nicht nebeneinander liegen, um eventuelle Streitereien zu vermeiden. Nicht jeder Hund ist mit Tischmanieren gesegnet. Manche Exemplare veranstalten ein wahres Chaos rund um den Futternapf. Es empfiehlt sich daher, eine abwaschbare Unterlage zu verwenden.

Als Welpe ist es Ihr Kleiner, je nachdem wie groß der Wurf der Mutter gewesen ist, vielleicht gewohnt, dass er um den “besten Futterplatz” kämpfen musste. So ensteht schnell ein Futterneid gegenüber den Geschwistern, welchen der Welpe häufig noch im neuen Zuhause übernimmt. So kann es sehr gut sein, dass er zunächst hastig und schnell das Futter verputzt. Umso wichtiger ist dann die Wahl eines festen und ruhigen Futterplatzes, fernab von anderen Hunden, Katzen oder Geräuschquellen. Mit der Zeit sollte sich der Kleine dann daran gewöhnen, dass es keinen Grund für hastiges Schlingen gibt und er in aller Ruhe seine Mahlzeiten verspeisen kann.

Fütterungszeiten für den Welpen

Der Welpe bekommt im Regelfall mehrere kleine Mahlzeiten am Tag. Auch hier ist es ideal sich nach den Zeiten zu richten, an die er gewöhnt ist. Vor und nach der Fütterung wird der Kleine raus gelassen, damit er sein Geschäft verrichten kann. Je älter der Kleine wird, desto weniger Portionen pro Tag sind notwendig. Ebenfalls wichtig ist die Einhaltung einer Verdauungspause nach dem Fressen.

Junge Welpen können ihre Blase meist noch nicht kontrollieren, sodass es meist direkt nach einer Fütterung zu einem “Unfall” kommen kann. Auch vor der Fütterung ist dies möglich, wenn der Welpe sich vor lauter Aufregung einnässt. Daher ist ein kurzer Gang ums Haus oder in den Garten vor und nach jeder Fütterung angeraten. Der längere Spaziergang sollte dabei jedoch stets vor der Mahlzeit stattfinden.

Das tägliche Futter sollte, je nach Menge, auf vier bis sechs Portionen verteilt werden. In kleineren Portionen funktioniert die Verdauung besser und der kleine Magen des Welpen wird nicht überfordert. Sie sollten sich speziell in dieser Zeit für ein hochwertiges Futter entscheiden. Vielleicht hilft Ihnen dabei unser Welpenfutter Test verschiedenster hochwertiger Marken.

Fütterungszeiten für Welpen

Die besten Futtersorten für Welpen sind hochwertige Produkte, welche ein ganzes Hundeleben lang geeignet sind. Handelt es sich zum Beispiel um ein hochwertiges Nassfutter, so kann dieses problemlos das ganze Hundeleben gegeben werden. Das erspart einen zusätzlichen Futterwechsel, welcher bei einem Hund häufig zu Verdauungsproblemen und Stress zugleich führt.

Wie viele Mahlzeiten pro Tag?

Ein ausgewachsener Hund erhält in der Regel zweimal täglich Futter. Die Zeiten sollten dabei jedoch unbedingt eingehalten werden. Diese Regelmäßigkeit hilft dem Organismus des Hundes, sich auf die Fütterungen einzustellen. Bei unregelmäßiger Fütterung kann es leicht zu Verdauungsproblemen und Unausgeglichenheit beim Hund kommen.

Eine weitere Gefahr ist eine Überfütterung des Tieres. Hunde haben eine innere Uhr. Eine gewisse Regelmäßigkeit bei der Fütterung kommt dem natürlichen Wesen des Hundes sehr entgegen.

Es gibt Hunde, die ununterbrochen fressen würden, wenn man dies zuließe. Gerade ehemalige Straßenhunde haben eine Tendenz dazu ständig nach Futter zu suchen. Regelmäßige Fütterungszeiten können hier helfen, dem Tier zu zeigen, dass es nicht hungern muss. Einige Hunde betteln gerne am Esstisch. Essensreste sind ohnehin kein geeignetes Hundefutter. Auch hier kann eine regelmäßige Fütterung Wunder wirken.

Der Hund kann zum Beispiel zu Ihren Frühstücks- und Abendbrotzeiten gefüttert werden. Das Betteln am Essenstisch nimmt somit ab oder hat ein Ende. Allerdings muss immer darauf geachtet werden, dass erst die Menschen ihr Essen erhalten, dann erst der Hund. Dies ist wichtig, um die Hierarchie in der Familie zu bestätigen.

Ruhpause nach Fressen Hunden

Ruhepause nach dem Fressen

Nach dem Fressen soll der Hund ruhen

Die Fütterungszeiten sind so gewählt, dass der Hund nach der Mahlzeit eine Ruhepause einlegt. Auf keinen Fall sollte der Hund nach den Fütterungen spielen und toben. Dies kann das Risiko für eine Magendrehung erhöhen. Magendrehungen kommen vorwiegend bei großen Hunden mit umfangreichem Brustkorb vor. Allerdings ist kein Hund davor gefeit.

Bei der Magendrehung dreht sich der Magen um die eigene Achse und Ein- und Ausgang zu diesem Verdauungsorgan werden ebenso wie die Blutgefäße abgeschnürt. In einem solchen Fall ist eine sofortige Operation notwendig. Da es bei diesem akuten Zustand um Minuten gehen kann, endet eine Magendrehung leider häufig tödlich. Für große Hunde sind daher auch zwei kleinere Futterrationen am Tag besser geeignet, als eine große Portion. Auch Senioren sollten mit größeren Futtermengen nicht mehr unnötig belastet werden. Hier arbeitet die Verdauung meist um einiges langsamer, sodass die tägliche Menge auf mehrere Rationen aufgeteilt werden sollte.

Der Mensch bestimmt die Fütterungszeiten

Hunde sollten nie ununterbrochen Futter zur Verfügung haben. Das entspricht keinesfalls der Natur der Tiere und würde auch die Rangordnung ordentlich durcheinanderbringen. Die Fütterungszeiten, das Futter und die Futtermenge bestimmen Halterin und Halter, nicht der Hund. Nie sollten sich die Hundehalter*innen vom Hund dazu “überreden” lassen, den Napf zu füllen.

Manche Hunde haben hier ganz tolle Tricks auf Lager um Frauchen oder Herrchen dazu zu bringen. Hier muss man schlichtweg lernen zu widerstehen, auch wenn es manchmal noch so schwer fällt. Das tut dem Hund gut und Übergewicht hat gar keine Chance. Ganz nebenbei machen Hundehalterin und Hundehalter ihre Positionen deutlich und zeigen dem Hund, dass dieser zu gehorchen hat.

Umstellung der Anzahl an Mahlzeiten

Häufig ist ein Wechsel von weniger zu mehr Mahlzeiten für den Vierbeiner kein Problem. Dies erfolgt zum Beispiel dann, wenn der Hund ein gewisses Alter erreicht hat und die Verdauung langsamer arbeitet. Doch wie sieht es aus, wenn man plötzlich eine Mahlzeit weniger geben würde und die tägliche Futtermenge somit auf weniger Mahlzeiten verteilt?

Genau vor dieser Herausforderung steht jede Welpenbesitzerin und jeder Welpenbesitzer mindestens einmal, wenn die täglichen Portionen von drei oder vier Mahlzeiten auf ein bis zwei reduziert werden. Erfahrungsgemäß ist es einfacher, wenn Sie die Anzahl der Mahlzeiten schrittweise senken.

Ein Beispiel: sie füttern Ihrem fast ausgewachsenen Welpen derzeit vier Mahlzeiten täglich und möchten langfristig jedoch auf eine tägliche Mahlzeit reduzieren. Es empfiehlt sich, wenn Sie zunächst die Anzahl der Mahlzeiten von vier auf drei tägliche Portionen senken. Geben Sie Ihrem Vierbeiner und die Verdauung eine Weile, um sich an die neuen Zeiten und Futtermengen zu gewöhnen. Vermutlich wird Ihr Kleiner Sie zu gewohnter Zeit dennoch hungrig und bettelnd am Napf erwarten, obwohl die tägliche Menge die gleiche geblieben ist. Da muss Ihr Kleiner durch. Sobald er sich an die drei täglichen Mahlzeiten gewöhnt hat, kann man das ganze zweifach wiederholen, bis man nur noch bei einer täglichen Mahlzeit angekommen ist.

Unsere Empfehlung wäre es jedoch, dass man seinem Vierbeiner zwei tägliche Mahlzeiten gibt. Ein 60kg Hund müsste ansonsten auf einmal eine riesige Futtermenge aufnehmen. Vermutlich hat die Verdauung ein leichteres Spiel, wenn die Futtermenge auf zwei Mahlzeiten geteilt werden würde. Auch Ihr Vierbeiner wird sich sicherlich freuen, denn für viele Hunde stellen die Mahlzeiten kleine Highlights des Tages dar.

Fütterungszeiten in Sonderfällen

Nicht immer lassen es Job, Privatleben und andere Umstände zu, dass die selben Fütterungszeiten jeden Tag eingehalten werden können. In der Regel wird es Ihrem Hund auch nichts ausmachen, wenn seine Mahlzeiten ein bis zwei Stunden früher oder später serviert werden. Doch was können Sie tun, wenn folgende Umstände eintreten?

Fütterung bei Hitze

Die Sommer bei uns in Deutschland und Österreich werden immer heißer. An langen und warmen Sommertagen wird Ihr Vierbeiner vermutlich weniger Appetit haben und tagsüber den Napf nicht wirklich anrühren wollen. Verschieben Sie die Mahlzeiten daher in die kälteren Morgen- und Abendstunden. Bewegt sich Ihr Hund an diesen Tagen zudem weniger, so sinkt auch der Energiebedarf und Sie können die Futtermenge dementsprechend leicht reduzieren.

Fütterung bei Verdauungsbeschwerden

Bei anhaltenden Verdauungsbeschwerden oder Durchfall ist es manchmal ratsam, dass man seinen Vierbeiner für ein bis zwei Tage fasten lässt und somit eine Pause von den festen Fütterungszeiten macht. Alternativ kann auch Schonkost gefüttert werden. Auch die Morosche Karottensuppe kann dem Vierbeiner gegeben werden.

Mit oder ohne Hund im Urlaub

Ganz egal ob Sie Ihren Vierbeiner bei Freunden abgeben, in einer Pension absetzen oder mit in den Urlaub nehmen: häufig wird es schwer, die gewohnten Mahlzeiten beizubehalten. Sprechen Sie mit der Pension, sollte Ihr Hund ernährungssensibel sein. Ansonsten sollten Sie zumindest versuchen die Anzahl der täglichen Fütterungen beizubehalten, auch wenn Sie verreist sind. Normalerweise wird es dem Hund nichts ausmachen, wenn die ein oder andere Mahlzeit dabei etwas früher oder später gegeben wird. Wichtig: Ihr Hund sollte unbedingt das gewohnte Futter bekommen. So kurzfristige und abrupte Futterumstellungen, wie von Nass- auf Trockenfutter, bedeuten Stress und Belastung für den Hundekörper.

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